Im oberen Mühlviertel wird’s nass – zwei Flüsse führen aktuell leichtes Hochwasser. Betroffen sind teilweise die Große Mühl und die Ranna im Raum Oberkappel (Bez. Rohrbach). An kleinen Bächen und Gräben kann es regional rasch zu kleinräumigen Überschwemmungen kommen.
In Oberkappel bleibt die Lage vorerst unter Kontrolle: Montagmittag hieß es auf "Heute"-Anfrage von der Gemeinde, die Ranna sei noch nicht über die Ufer getreten. Man liege aktuell noch "rund 20 bis 30 Zentimeter unter dem Bereich, wo man von Hochwasser sprechen würde".
Ganz trocken ist es aber trotzdem nicht: Einzelne Wiesen stünden schon teilweise unter Wasser, Schäden gebe es derzeit aber zum Glück noch keine. In der Gemeinde wurden vorsichtshalber aber schon Sandsäcke aufgestellt, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.
Auch deshalb, weil mit Blick nach Bayern über Nacht mehr Regen erwartet wird. Der Hydrographische Dienst des Landes OÖ rechnet bis Dienstagmittag mit neuen Niederschlägen (Schwerpunkt südliches Bergland und Pyhrn-Eisenwurzen).
Weil die Schneefallgrenze um ca. 1.200 Meter liegt und darunter alles als Regen abläuft, kann das Wasser rasch in die Bäche schießen – zusammen mit Schneeschmelze sind lokal begrenzte Überflutungen möglich. Bei Donau, Inn, Salzach, Traun und Enns werden zwar steigende Pegel erwartet, eine außergewöhnliche Hochwasserwelle gilt derzeit aber nicht als wahrscheinlich.