Seit 1997 zeichnet Eiichiro Oda (51) die Abenteuer von Monkey D. Ruffy. Doch nach fast drei Jahrzehnten wächst bei einem Teil der japanischen Leserschaft die Unzufriedenheit. Vor allem der aktuelle Elbaf-Handlungsbogen steht in der Kritik.
Auslöser der jüngsten Debatte ist ein Beitrag auf X vom 13. Oktober. Darin wirft ein langjähriger Fan dem Manga-Zeichner vor, seine Geschichte zunehmend in die Länge zu ziehen. Der Beitrag verbreitete sich millionenfach und löste heftige Diskussionen aus.
Besonders stören den Verfasser die zahlreichen Rückblenden, ständigen Szenenwechsel und Veröffentlichungspausen. Immer wieder werde die Handlung ausgebremst, sobald es spannend werde.
Auch Ruffys Verwandlung in Gear 5 bekommt Kritik ab. Die übertriebenen Cartoon-Effekte würden seiner Meinung nach nicht mehr zur Atmosphäre der Serie passen.
Dann wird der Ton persönlich: Oda beschäftige sich angeblich zu sehr mit Prominenten und gesellschaftlichen Veranstaltungen, während die Qualität seines Mangas nachlasse. Belege dafür, dass sein Privatleben die Arbeit beeinträchtigt, liefert der Fan allerdings nicht.
Er fordert Oda auf, zu seinen Wurzeln zurückzukehren und sich wieder stärker auf seine Zeichnungen zu konzentrieren.
Unter dem Hashtag #尾田栄一郎を救いたい – übersetzt etwa "Ich will Eiichiro Oda retten" – betont der Verfasser gleichzeitig, wie sehr er den Zeichner für sein Lebenswerk bewundert.
In den sozialen Netzwerken findet er Zustimmung. Manche Leser kritisieren ebenfalls das Erzähltempo und die häufigen Pausen.
Andere verteidigen Oda entschieden. Schließlich habe er sein Leben über Jahrzehnte hinweg der Serie gewidmet. Auch ein erfolgreicher Manga-Zeichner habe das Recht auf Freizeit und Erholung.
Ob Oda auf die Kritik reagieren wird, ist offen. Die Debatte zeigt jedenfalls, wie unterschiedlich die Erwartungen an das große Finale von "One Piece" inzwischen sind.