Da wurde ordentlich aufgefahren! Florian Silbereisen (45) feierte am Samstagabend in der Dortmunder Westfalenhalle das zehnjährige Jubiläum seines "Schlagerbooom". Mehr als 20.000 Fans, eine gigantische Bühne und praktisch alles, was in der Schlagerwelt Rang und Namen hat.
Helene Fischer, Andrea Berg, Roland Kaiser, Howard Carpendale und sogar Dieter Bohlen waren mit dabei. Doch selbst dieses Staraufgebot konnte nicht verhindern, dass die Show bei der absoluten Zuschauerzahl deutlich hinter ihren Anfangsjahren zurückblieb.
Wie der Branchendienst "DWDL" berichtet, verfolgten durchschnittlich 3,87 Millionen Menschen die Jubiläumsausgabe im Ersten. Der Marktanteil lag bei starken 20,2 Prozent.
Zum Vergleich: Als der "Schlagerbooom" am 22. Oktober 2016 erstmals über die Bildschirme flimmerte, waren noch rund 6,2 Millionen Menschen dabei.
Das bedeutet: Innerhalb von zehn Jahren hat die Show gegenüber ihrer Premiere rund 2,33 Millionen Zuschauer eingebüßt. Ein Rückgang von fast 38 Prozent.
Allerdings muss man die Zahlen einordnen. Schon im Vorjahr lag die Reichweite bei 3,93 Millionen Menschen. Der Rückgang zum Jubiläum fällt mit rund 60.000 Zuschauern somit vergleichsweise gering aus.
Von einem echten Quoten-Flop kann deshalb keine Rede sein. Ganz im Gegenteil: Mit 20,2 Prozent Marktanteil übersprang der "Schlagerbooom" im Herbst erstmals seit 2023 wieder die 20-Prozent-Marke.
Auch bei den jüngeren Zuschauern konnte Silbereisen punkten. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 380.000 Menschen ein. Das entsprach einem Marktanteil von 11,0 Prozent.
Dennoch musste sich der Schlagerstar am Samstagabend geschlagen geben. Der ZDF-Krimi "Friesland" lockte 5,72 Millionen Menschen vor die Fernseher und sicherte sich damit den Quotensieg.
Für Silbereisen bleibt also eine gemischte Bilanz: Sein "Schlagerbooom" gehört weiterhin zu den großen Samstagabendshows im deutschen Fernsehen. An die Zuschauerzahlen seiner Anfangsjahre kommt das Format allerdings längst nicht mehr heran.