Droht die Spaltung?

Die wichtigsten Antworten zur FIS-Schicksalswahl

Am Donnerstag wählt die FIS einen neuen Präsidenten. Warum die Abstimmung in Belgrad den Skisport nachhaltig verändern könnte.
Sport Heute
11.06.2026, 07:04
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Am Donnerstag (9 Uhr) blickt die Ski-Welt nach Belgrad. Dort wird beim Kongress des Weltverbandes FIS ein neuer Präsident gewählt. Die Abstimmung gilt als Richtungsentscheidung für den gesamten Skisport und könnte weitreichende Folgen haben.

Worum geht es bei der FIS-Wahl?

Am Donnerstag entscheidet sich, wer künftig den Internationalen Skiverband (FIS) führt. Amtsinhaber Johan Eliasch kandidiert für eine weitere Amtszeit. Die Wahl ist allerdings weit mehr als eine Personalentscheidung. Viele Beobachter sehen darin eine Abstimmung über die künftige Ausrichtung des gesamten Skisports. Er tritt gegen den Liechtensteiner Anwalt Alexander Ospelt an. Er war bis 2024 Präsident des europäischen Skiverbandes.

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Warum steht Präsident Eliasch in der Kritik?

Der britisch-schwedische Geschäftsmann wollte den Skisport stärker vermarkten und internationaler aufstellen. Doch zuletzt geriet er zunehmend unter Druck. Große Skiverbände werfen ihm einen Alleingang bei wichtigen Entscheidungen vor. Zudem wurde bekannt, dass die finanziellen Reserven der FIS während seiner Amtszeit von rund 140 auf etwa 40 Millionen Franken geschrumpft sind. Auch Stars wie Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt äußerten öffentlich Kritik.

Wer entscheidet über den neuen Präsidenten?

Gewählt wird von den nationalen Skiverbänden. Die großen Ski-Nationen wie Österreich, Deutschland, die Schweiz, Norwegen, die USA oder Kanada verfügen über jeweils drei Stimmen. Viele kleinere Verbände wie Thailand oder Südafrika haben hingegen nur eine Stimme. Genau darin liegt die Brisanz: Obwohl die Schwergewichte des Sports geschlossen gegen Eliasch auftreten, soll er bei zahlreichen kleineren Verbänden Rückhalt genießen.

Was bedeutet die Wahl für den ÖSV?

Der ÖSV zählt zu den schärfsten Kritikern des amtierenden Präsidenten und setzt auf einen Neuanfang an der Spitze der FIS. Sollte Eliasch dennoch im Amt bleiben, drohen weitere Konflikte zwischen dem Weltverband und den großen Ski-Nationen. Im Extremfall könnte sogar eine eigene Rennserie der wichtigsten Weltcup-Veranstalter entstehen. Davon wären auch Österreichs Prestige-Rennen in Kitzbühel, Schladming oder Sölden betroffen. Kritiker warnen deshalb vor einer möglichen Spaltung des Skisports.

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