Nach Skandal um Meissnitzer

ÖSV mischt mit: Bleibt Eliasch FIS-Präsident?

In Belgrad wird die Zukunft des Welt-Skiverbandes (FIS) entschieden, wird er umstrittenen Präsident Johan Eliasch abgewählt?
Sport Heute
10.06.2026, 09:25
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Beim 57. FIS-Kongress in Belgrad fällt am Donnerstag eine richtungsweisende Entscheidung für den internationalen Ski- und Snowboardsport. Im Mittelpunkt steht die Wahl des Präsidenten  und dabei könnte es zu einem Machtwechsel kommen.

Der umstrittene Amtsinhaber Johan Eliasch muss sich nur noch einem Herausforderer stellen: Alexander Ospelt aus Liechtenstein. Der 58-Jährige gilt als Favorit der großen Skinationen und wird auch vom Österreichischen Skiverband unterstützt.

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Ursprünglich hatten sich fünf Kandidaten um das höchste Amt im Weltverband beworben. Nach mehreren Rückzügen steht nun das direkte Duell zwischen Eliasch und Ospelt bevor.

Der ÖSV reist mit Präsidentin Roswitha Stadlober, Generalsekretär Christian Scherer und Verbandsjurist Fabian Larcher nach Serbien. Die Unterstützung für Ospelt ist eindeutig. "Viele Nationen wünschen sich einen Wechsel", erklärte Scherer. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die Schweiz, Deutschland, Italien, Norwegen, die USA und Kanada.

Ospelt sitzt seit zwei Jahren im FIS-Council und gilt als Teamplayer mit diplomatischem Geschick. In seiner Kandidatur setzt der Jurist auf Transparenz, Zusammenarbeit und einen offenen Dialog innerhalb des Verbandes.

Shiffrin und Odermatt kritisieren Eliasch

Ganz anders wird Eliasch von seinen Kritikern wahrgenommen. Dem schwedisch-britischen Unternehmer wird vorgeworfen, die FIS wie ein Wirtschaftsunternehmen zu führen und Entscheidungen zu wenig transparent zu treffen. Zudem soll sich die finanzielle Lage des Verbandes während seiner Amtszeit verschlechtert haben.

Zuletzt stellten sich auch mehrere Stars des Skisports gegen eine weitere Amtszeit des 64-Jährigen. Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt, US-Superstar Mikaela Shiffrin und Brasiliens Lucas Pinheiro Braathen äußerten öffentlich Kritik an der aktuellen Führung.

Für zusätzliche Brisanz sorgte zuletzt der Rücktritt von FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann. Auch ehemalige Spitzensportlerinnen wie Alexandra Meissnitzer kritisierten mangelnde Transparenz im Verband.

Neben der Präsidentenwahl steht auch die Besetzung des 18-köpfigen FIS-Councils auf dem Programm. Aus österreichischer Sicht hofft man auf die Wiederwahl von Michael Huber. Der Vorsitzende der Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel gehört bereits dem Council und dem Finanzkomitee der FIS an.

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