Ein Balkonkraftwerk kann die Stromrechnung spürbar senken. Doch rund um die beliebten Mini-Solaranlagen halten sich hartnäckige Mythen.
Lange Zeit waren viele Regeln unklar. Inzwischen gibt es jedoch Gesetze, Normen und Erfahrungswerte, die eindeutig klären, was möglich und erlaubt ist.
Wie utopia.de berichtet, sind einige der verbreitetsten Annahmen über Balkonkraftwerke schlicht falsch – andere haben zumindest einen wahren Kern.
Falsch. Mit einem Balkonkraftwerk erreicht man etwa 10 bis 30 Prozent Autarkie. Mit einem Speicher lässt sich dieser Wert auf 30 bis 50 Prozent erhöhen.
Nicht ganz. Die Module können lange halten, doch Speicher altern schneller. Die meisten Hersteller geben nur 10 Jahre Garantie.
Doch, das ist erlaubt. Nach der Anmeldung beim Register wird der Netzbetreiber informiert und tauscht den Zähler – das kann Wochen dauern.
Falsch. Bei einem Blackout schaltet sich der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen sofort ab. Ausnahme: Manche Speicher haben eine Notstrom-Steckdose.
Stimmt nicht. Ost- und Westbalkone erreichen etwa 80 Prozent des Ertrags. Vorteil: morgens und abends ist man eher zu Hause und kann den Strom direkt nutzen.
Nicht unbedingt. Speicher kosten oft so viel wie das Kraftwerk selbst und müssen nach 10 bis 15 Jahren ersetzt werden. Bei geringem Verbrauch rechnet sich das nicht.
Falsch. Man darf mehrere Balkonkraftwerke besitzen, solange man die Gesamtleistung im erlaubten Rahmen hält.
Unbegründet. Die Module wiegen ähnlich wie Blumenkästen. Richtig montierte Halterungen halten auch höhere Windlasten aus.
Nicht zwingend. Steckerfertige Anlagen kann man selbst installieren. Trotzdem sollte man vorher die Elektroinstallation prüfen lassen.
Leider nein. Eine Klimaanlage braucht oft mehr Strom als das Balkonkraftwerk liefert. Für Kühlgeräte eignet sich eine größere Solaranlage besser.