Ärger über teuren Sprit

Diesel ist derzeit pro Tank um 18 Euro teurer als Super

Krieg, CO2-Kosten und hohe Nachfrage treiben die Preise – darum ist Diesel schon längst kein Schnäppchen mehr.
Oberösterreich Heute
26.03.2026, 22:10
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Die Spritpreise gehen gerade durch die Decke – und der Konflikt im Iran verschärft die Lage zusätzlich. Höhere Ölpreise und Unsicherheit auf den Märkten treiben die Kosten auch in Österreich spürbar nach oben. Die Regierung hat eine "Spritpreisbremse" von 10 Cent  beschlossen - und erntet dafür heftige Kritik.

Doch während viele nur auf den Gesamtpreis schauen, zeigt sich an den Zapfsäulen ein Trend, der viele besonders trifft: Diesel ist schon seit Jahren teurer als Super.

Ein Blick auf die Tankstelle an der Linzer Donaulände macht das deutlich. Diesel kostet hier 2,179 Euro pro Liter, Super 1,879 Euro.

Die Rechnung ist klar: Für 60 Liter Diesel zahlst du 130,74 Euro. Mit Super sind es 112,74 Euro. Unterschied: genau 18 Euro pro Tankfüllung.

Und das ist kein Einzelfall. Laut ÖAMTC war Diesel zuletzt bereits das vierte Jahr in Folge teurer als Benzin. "Der frühere Preisvorteil scheint damit endgültig dahin zu sein", sagt Verkehrsexperte Dominik Graf.

Früher war das völlig anders. Über Jahre hinweg war Diesel deutlich billiger - oft um 10 bis 20 Cent pro Liter. Genau deshalb boomten Diesel-Autos. Heute kehren immer mehr dem Selbstzünder den Rücken. Im Vorjahr lag der Anteil von Benzinern bei rund 35 Prozent, Diesel nur mehr bei etwa 17 Prozent der Neuzulassungen.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Warum hat sich das gedreht? Auch dazu gibt es klare Antworten von Autofahrer-Clubs.

Der ADAC nennt mehrere Faktoren: "Unterschiedliche Steuersätze, Nachfrage, Raffinerie-Kapazitäten und Marktpreise für Rohöl" beeinflussen den Dieselpreis besonders stark.

Dazu kommt laut ADAC ein saisonaler Effekt: "Eine Erklärung für die Verteuerung des Diesel-Kraftstoffs dürfte vornehmlich in der begonnenen Heizperiode und der gestiegenen Nachfrage zu finden sein."

Das treibt Diesel-Preis nach oben

Heißt konkret: Diesel konkurriert mit Heizöl, vor allem im Winter treibt das die Preise zusätzlich nach oben. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage im Transportbereich hoch – Lkw und Lieferverkehr sind weiter stark abhängig von Diesel.

Zusätzlich schlagen CO2-Kosten und strengere Umweltauflagen zu Buche. Die Produktion wird teurer, der Preis an der Zapfsäule steigt.

Für viele Autofahrer ist das eine bittere Entwicklung. Sie haben sich bewusst für Diesel entschieden, um Geld zu sparen – und zahlen jetzt bei jeder Tankfüllung drauf.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.03.2026, 22:10
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