Tanken wird für Österreichs Autofahrer zunehmend zum Luxus. Allein seit Anfang März, also seit Beginn des Iran-Krieges, sind die Preise durch die Decke gegangen.
Konkret hat der Durchschnittspreis für den Liter Diesel von 1,552 Euro (1. März) auf 1,988 Euro (16. März) zugelegt. Das ist ein Anstieg um 43,6 Cent oder satte 28,09 Prozent. Beim Benzin sieht es kaum besser aus: Super 95 verteuerte sich im selben Zeitraum von 1,490 Euro auf 1,785 Euro pro Liter. Das entspricht einem Plus von 29,5 Cent bzw. 19,80 Prozent.
Was das im Detail bedeutet, spüren Autofahrer bei jedem Tankstopp schmerzhaft im Geldbörsel. So musste am Montag, 16. März, ein Diesel-Lenker für eine 50-Liter-Füllung bereits (im Schnitt!) 99,40 Euro berappen – 21,80 Euro mehr als zu Monatsbeginn. Für 50 Liter Super wurden 89,25 Euro fällig, 14,75 Euro mehr als noch Anfang März.
Richtig heftig wird es, wenn man die Entwicklung auf ein Jahr hochrechnet. Bei 810 Litern Diesel – so viel verbraucht ein klassischer Diesel-Fahrer in Österreich laut Statistik Austria jährlich – kommt man mit aktuellen Preisen auf 1.610 Euro, ein Aufschlag von 353 Euro.
Wer Super tankt und auf einen für Österreich typischen Jahresverbrauch von 645 Litern kommt, zahlt auf zwölf Monate hochgerechnet rund 1.151 Euro. Im Vergleich zum Preisniveau vom 1. März bedeutet das einen Aufschlag von gut 190 Euro.