E-Control beruhigt

Iran-Krieg heizt Preise an – aber vorerst keine Krise

Trotz Spannungen im Nahen Osten sieht die E-Control keine neue Energiekrise auf Österreich zukommen. Die Situation sei nicht mit 2022 vergleichbar.
Team Wirtschaft
17.03.2026, 13:47
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Der Krieg rund um den Iran sorgt weltweit für Nervosität. Dennoch sieht die E-Control aktuell keine neue Energiekrise auf das Land zukommen. Zwar hätten die Gaspreise angezogen, doch von den extremen Ausschlägen aus dem Jahr 2022 sei man noch weit entfernt.

"Sehe noch keine Krise"

"Ich sehe jetzt einmal noch keine Krise", stellte Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Dienstag in Wien laut APA klar. Auch Co-Vorstand Alfons Haber versucht zu beruhigen: Europa sei heute viel breiter aufgestellt und nicht mehr so stark von russischem Gas abhängig. Flüssiggas und neue Lieferquellen hätten die Situation entschärft.

Experten erwarten nur kurze Unterbrechung

Selbst die Sperre der Straße von Hormus wird aktuell nicht als akute Bedrohung gewertet. Zwar sei das mögliche Ausmaß eines Ausfalls enorm, doch Experten gehen derzeit nur von einer kurzen Unterbrechung aus. Entscheidend könnte vielmehr werden, ob sich die Gasspeicherung für den kommenden Winter verzögert.

E-Control rät dennoch zum Anbieterwechsel

Entspannung bringt zudem ein anderer Faktor: In Europa wird wieder mehr Strom aus Kohle erzeugt, wodurch weniger Gas benötigt wird. Das dämpft die Nachfrage zusätzlich. Haushalte mit dynamischen Strom- oder Gastarifen sollten jetzt dennoch handeln. Urbantschitsch rät zu Fixpreis-Angeboten, um sich gegen weitere Preissprünge abzusichern.

Letzter Termin für Wolfgang Urbantschitsch

Für Urbantschitsch war es zugleich ein Abschiedstermin: Seine Amtszeit endet am 24. März, also in wenigen Tagen, während das Vorstandsmandat für Alfons Haber um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Ihm zur Seite steht künftig der bisherige Wien-Energie-Chef Michael Strebl.

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