Mit Beginn der Semesterferien brechen viele Familien in den Urlaub auf. Doch wer sein Zuhause verlässt, sollte vor der Abreise genau hinschauen – sonst kann es im Schadensfall teuer werden.
Das Vergleichsportal CHECK24 warnt vor einem häufig unterschätzten Risiko. Geschäftsführer Wieland Klingspor sagt: "Was viele nicht wissen: Wer den Hauptwasserhahn nicht zudreht oder Fenster und Türen nicht ordnungsgemäß verschließt, riskiert im Schadensfall den Schutz durch die Haushaltsversicherung. Ein Wasserschaden oder ein Einbruch kann damit sehr teuer werden."
In vielen Haushaltsversicherungen ist festgelegt, dass bei einer Abwesenheit von mehr als 72 Stunden bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten sind. Wird der Hauptwasserhahn nicht abgedreht und es kommt zu einem Wasserschaden, kann die Versicherung die Leistung kürzen oder verweigern. Auch bei Einbruchdiebstahl gilt: Fenster und Türen müssen vollständig geschlossen und versperrt sein. Gekippte Fenster oder nur ins Schloss gefallene Türen können im Ernstfall teuer werden. Diese Regelung gilt allerdings nicht bei allen Haushaltsversicherungen.
Klingspor rät dennoch zu Vorsicht: "Auch wenn die Versicherung im Einzelfall zahlt: Wer vorsorgt, vermeidet Schäden und macht es Einbrechern nicht unnötig einfach. Machen Sie also einen kurzen Sicherheitscheck vor der Abreise: Wasser abdrehen, Fenster schließen, Türen versperren. Das schützt ihr zu Hause, spart Ärger und manchmal auch viel Geld."
Selbst wenn grobe Fahrlässigkeit in der Polizze mitversichert ist, sind offen gelassene Fenster oder ein nicht abgedrehter Hauptwasserhahn bei längerer Abwesenheit meist nicht gedeckt, da sie gegen grundlegende Sicherheitsvorgaben verstoßen.