"Dieses Sicherheitsnetz darf nicht zerrissen werden"

Pamela Rendi-Wagner startet mit drei Corona-Anträgen aus der Sommerpause in den Nationalrat.
Pamela Rendi-Wagner startet mit drei Corona-Anträgen aus der Sommerpause in den Nationalrat.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner startet mit 3 Corona-Anträgen in die erste Parlamentssitzung nach der Sommerpause und kritisiert die Regierung scharf.

Österreich befinde sich mitten in der 4. Welle. Mehr als 200 Covid-Patienten müssen auf Intensivstationen versorgt werden, Tendenz steigend. Gleichzeitig nimmt aber das Impftempo ab. "Die Impfquote in Österreich ist viel zu niedrig", konstatiert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der morgigen ersten Parlamentssitzung nach der Sommerpause. Sie fordert daher weitere Maßnahmen und will drei Vorschläge per Antrag einbringen:

Sicherheitsnetz an Schulen

So müsse zum Schutz der Kinder, deren Familien und des Lehrpersonals an den Schulen regelmäßig getestet werden. "Viele Schüler können noch gar nicht geimpft sein, weil sie jünger als 12 Jahre sind und viele [andere] sind viel zu unreichend geschützt. Die über 12-Jährigen haben eine sehr geringe Durchimpfungsrate."

Regelmäßige Tests sollen auch einen Überblick über die aktuelle Situation, Trend und Verlauf von Corona-Entwicklungen liefern. "Dieses Sicherheitsnetz darf an Österreichs Schulen nicht zerrissen werden", fordert die Sozialdemokratin. "Daher mein erster Vorschlag: Die regelmäßigen PCR-Tests an den österreichischen Schulen auch nach Ablauf der dreiwöchigen Sicherheitsphase fortzuführen".

Unterstützung für Lehrer

Die Fortsetzung der PCR-Tests über das ganze Wintersemester würde aber auch einen hohen Aufwand für die Pädagogen bedeuten. Deshalb brauche es für diese Unterstützung, damit sich das Lehrpersonal wieder auf die Kernaufgaben konzentrieren könnten. "Es braucht Unterstützungspersonal beim Testen an allen österreichischen Schulen", so die Parteichefin.

Aufklärung für Eltern

Rendi-Wagners dritter Vorschlag betrifft das Impfen. In etwa 2 Monaten sei mit der Zulassung eines Covid-Impfstoffes für die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen zu rechnen. "Diese zwei Monate sollten von der Bundesregierung genützt werden, um die Eltern rechtzeitig zu informieren, aufzuklären und mitzunehmen; ihnen Zeit zu geben, Fragen zu stellen, und diese auch beantwortet zu bekommen", so die SPÖ-Chefin weiter. "Das gibt den Menschen Sicherheit, das gibt Planbarkeit und das schafft Vertrauen."

"Regierung verspielt Vertrauen"

Letzteres würde die türkis-grüne Koalition "durch ihr zögerliches Handeln jeden Tag mehr verspielen". Vertrauen sei am Ende aber die wichtigste Basis für eine hohe Durchimpfungsrate. "Die Regierung sollte den Mut haben, sich hinzustellen: 'Wir haben Fehler gemacht. Das funktioniert nicht'."

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