Dieses Steak ist ohne Fleisch

Ein Steak ohne Fleisch? Die "Heute"-Redaktion wollte das genauer wissen und stellte sich an den Herd.
Ein Steak ohne Fleisch? Die "Heute"-Redaktion wollte das genauer wissen und stellte sich an den Herd.HEUTE
Die Supermarktregale mit Fleischersatz-Produkten werden immer größer. Selbst Schlachtereien setzen mittlerweile auf vegane Alternativen. Ein Test.

Ist vegan wirklich die Zukunft? Wagt man einen Blick in Richtung der wachsenden Unternehmen und zu traditionsreichen Schlachtereien aus Österreich, dann macht es ganz den Anschein. Denn selbst die Marcher Fleischwerke setzen jetzt verstärkt auf pflanzliche Fleischalternativen und bauen die fleischlose Range "die Ohne" noch weiter aus. Neu im Sortiment: vegane Nuggets, Hühnerfilet und sogar Steak aus Weizen-, Erbsen- und Sonnenblumenproteinen.

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Diese sollen sich besonders gut eigenen, um nahe an die Textur von Fleisch zu kommen, betont man bei dem österreichischen Familienunternehmen. Auch ernährungsphysiologisch orientiert man sich am "Original" und hat Salz-, Protein- und Fettgehalt entsprechend angepasst. Auf Palmöl und Soja wird verzichtet. Die Zutaten stammen aktuell zu etwa 90 Prozent aus Österreich, innerhalb eines Jahres sollen es 100 Prozent sein.

Schmeckt es wirklich nach Fleisch?

Fleischersatz, der auf den ersten Blick täuschend ähnlich aussieht, aber kann er mit dem echten Fleisch auch wirklich mithalten? "Heute" hat den Test gemacht und sich an den Herd gestellt. Getestet wurde nicht nur die Optik und Haptik, sondern vor allem auch der Geschmack von einer bekennenden Fleischesserin und einer überzeugten Veganerin.

FAZIT

Die Marinade macht natürlich viel aus und verleiht dem Fleischersatz einiges an Geschmack. Doch auch die veganen Nuggets konnten überzeugen. In Optik, Haptik und sogar im Geschmack, obwohl die Fleischesserin hier etwas gelangweilt war. Eine Alternative ist es dennoch. Ganz besonders punktete das vegane Steak nach Art Rindersteak BBQ und das veganes Filet nach Art Hühnerfilet mariniert darf ebenfalls gerne auf dem Teller landen. Einzig der vegetarische (!) Speck hat nicht wirklich überzeugt. Vor allem die Knetmasse-Optik wurde hier zum Stolperstein. Essen kann man ihn dennoch - so das Urteil der Fleischesserin.

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Know-how vom Fleisch auf vegan übertragen

Doch widerspricht sich der Fleischexperte damit nicht selbst? Es gehe darum den Fleischkonsum einzuschränken, ohne auf den Geschmack verzichten zu müssen, erklärt Norbert Marcher. "Das Geschäft mit Fleischersatzprodukten macht momentan ca. 2% Prozent des Unternehmensumsatzes aus, Tendenz steigend. Wir setzten von Anfang an auf Flexitarier, also Personen, die Fleischprodukten per se nicht negativ gegenüberstehen, sondern zwischendurch auf Fleisch verzichten möchten – aus welchen Gründen auch immer", so der Geschäftsführer. "Als Fleischhersteller haben wir die Kompetenz und das notwendige Know-how – dieses Wissen fließt natürlich in die Produktion und Entwicklung unseres Fleischlos-Sortiments ein."

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