Das ist Wiens erste vegane Fleischerei

Vegane Bratwürstel, Seitan-Spieße & Co. - In der Fleischloserei kann vegan geschlemmt werden.
Vegane Bratwürstel, Seitan-Spieße & Co. - In der Fleischloserei kann vegan geschlemmt werden.Karl Thomas / allOver / picturedesk.com
In der "Fleischloserei" im 8. Bezirk soll es ab Sommer alles geben, was es bei einem Fleischhauer gibt - nur ohne Fleisch. 

In Zeiten, wo die fleischlose Ernährung einen immer größeren Stellenwert einnimmt und das Sortiment an vegetarischen und veganen Alternativen stetig zunimmt - warum keinen veganen Feinkostladen eröffnen? 

Das dachten sich Silke Bernhardt und ihr Partner Gant Kralicek und arbeiten mit Hochtouren daran, ihre "Fleischloserei"  in die Realität umzusetzen. "Es liegt so einfach auf der Hand, aber dennoch hat noch niemand diese Idee umgesetzt", so Bernhardt, die selbst seit sechs Jahren vegan lebt. 

Von der Fotografin zur Fleischloshauerin

Bis vor der Corona-Krise war die 44-Jährige als selbständige Fotografin tätig. "Mit Corona musste ich leider zur Kenntnis nehmen, dass die Fotografie offenbar keine "systemrelevante" Sparte ist. Also habe ich mich entschlossen, mich als 'vegane Fleischhauerin' noch einmal komplett neu zu erfinden", erklärt sie auf der Homepage.

Gesund vegan leben

Genuss steht ganz weit oben auf der Liste. Mit der "Fleischloserei" will man weg von industriell hergestellter und in Plastik verpackter Vegankost. Ressourcenschonend, nachhaltig und mit saisonalen Produkten möchte das Duo arbeiten. Zutaten von ausgesuchten Herstellern und Lieferanten kommen zur Verwendung. Die Produkte werden frisch und zum größten Teil selbst von Hand und mit viel Liebe gemacht. Darauf legen die beiden Gründer wert. "Ich würde es in der heutigen Zeit unverantwortlich finden, ein frisch gegründetes Unternehmen anders als nachhaltig aufzustellen", meint Silke Bernhardt.

Verpackt wird wie früher - in Papier. Für die veganen Köstlichkeiten kommt Graspapier mit 30-prozentigem Grasanteil zum Einsatz, das aus recyceltem Material hergestellt ist.

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Crowdfunding noch bis 30. Juni online

Für die Anschaffung von größeren Maschinen zur Produktion, Kühlvitrinen und der Einrichtung des Geschäfts haben die beiden Geschäftsleute ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich noch bis 30. Juni daran beteiligen: https://www.startnext.com/fleischloserei/unterstuetzer 

Eröffnung im Sommer

Das Lokal ist bereits gefunden: Im 8. Bezirk, in der Josefstädter Straße 47-49 soll das Geschäft noch diesen Sommereröffnen. Auch ein Online-Shop ist in Planung. "Die Fleischloserei wird ein veganer Feinkostladen in Wien, in dem es vegane Schnittwurst, 'Vleisch', pflanzliches Schmalz und vieles mehr gibt. Frisch aus der Theke und selbst produziert. Ganz so wie in einer herkömmlichen Fleischerei – nur eben ohne Fleisch" heißt es auf der Homepage. Bis dahin bietet Silke Bernhardt ihre veganen Schmankerl jeden Mittwoch auf dem Bio-Markt in der Wiener Neubaugasse/Ecke Lindengasse ("DER Neubaumarkt") an. 

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