Die Entscheidung, den 61-jährigen Peter de Caluwe ab Herbst 2027 zum neuen Intendanten der Salzburger Festspiele zu machen, hat viele überrascht. Wie die "ZiB2" am Mittwochabend berichtet, soll Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor des Festivals, nun seinen Rückzug aus der Position planen.
Der 45-jährige Tiroler Kulturmanager hat die bedeutende Position seit April 2017 inne. Er arbeitete sowohl mit dem geschassten Intendanten Markus Hinterhäuser, wie derzeit auch mit Karin Bergmann, die interimistisch bis 2027 die künstlerischen Entscheidungen an der Salzach treffen wird.
Dass die Funktion des kaufmännischen Direktors nun zur Debatte steht, kommt überraschend. Crepaz' Vertrag läuft bis März 2027. Er selbst soll ins Spiel gebracht haben, dass er diesen nicht verlängern will, heißt es im ORF. Die Führungskrise der Salzburger Festspiele scheint sich damit zugespitzt zu haben.
Für das Kuratorium unter der Führung von Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler wäre der Abgang des langjährigen Direktors vom Timing her besonders ungünstig. Crepaz sollte eigentlich in den kommenden Jahren den rund 395 Millionen Euro teuren Umbau der Festspielhäuser managen.