Er ermordete ein betagtes Ehepaar und legte danach Feuer in dessen Haus – jetzt steht der zu lebenslanger Haft verurteilte Mann erneut unter Mordverdacht. Im Forensisch-therapeutischen Zentrum (FTZ) Garsten wurde ein 40-jähriger Häftling tot aufgefunden.
Der Verdacht richtet sich gegen den 63-jährigen Mithäftling. Laut Justizministerium dürfte er den 40-Jährigen vorsätzlich getötet haben. Wie es dazu gekommen sein soll, ist noch unklar. Notarzt, Polizei und Amtsarzt waren vor Ort.
Laut ORF-Recherchen handelt es sich um jenen Mann, der 2017 in Linz-Urfahr ein 85 und 87 Jahre altes Ehepaar ermordet und anschließend Feuer in deren Haus gelegt hatte. Der Tunesier wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und wegen einer Persönlichkeitsstörung in den Maßnahmenvollzug eingewiesen.
Die Staatsanwaltschaft Steyr ermittelt wegen Mordverdachts. Angaben zur möglichen Tatwaffe oder zum genauen Ablauf gab es zunächst nicht. "Es wird auf Hochtouren ermittelt", sagte eine Sprecherin zur APA. Weitere Informationen wurden für Dienstag angekündigt.
Opfer und Tatverdächtiger waren im Maßnahmenvollzug untergebracht. Beide galten laut Ministerium als zurechnungsfähig, wurden wegen einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychischen Störung jedoch als gefährlich eingestuft.
Der Fall ereignete sich nur zwei Wochen nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in der Justizanstalt Klagenfurt.