Ab, heute, Dienstag, 7 Uhr wird die A8-Westspange zwischen der Anschlussstelle Wels-West und dem Knoten Voralpenkreuz in Fahrtrichtung Süden komplett gesperrt. Erst Ende Juni soll die Strecke wieder freigegeben werden.
Grund ist die Generalerneuerung der Tunnel Noitzmühle und Steinhaus. "Die Asfinag bringt die Tunnel auf den modernsten Stand der Sicherheitstechnik. Erneuert werden unter anderem Beleuchtung, Belüftung, Notruf, Videoüberwachung und Fluchtwege", sagt Projektleiter Manuel Prentner.
Bei der Welser ÖVP sorgt das für heftigen Ärger. In einem auf Instagram veröffentlichten Video warnt u.a. der langjährige frühere EU-Abgeordnete Paul Rübig vor einem "totalen Stau". Für die Welser Wirtschaft sei die monatelange Sperre "eine Katastrophe", so das Partei-Urgestein.
Auch Stadtrat Martin Oberndorfer befürchtet massive Auswirkungen. Besonders mit Blick auf die Landesgartenschau im kommenden Jahr: "Das wird, glaube ich, nicht lustig." Oberndorfer rechnet damit, dass die B1 und die B138 viel zusätzlichen Verkehr auffangen müssen.
Das Problem: Die Ausweichrouten führen mitten durch das Welser Stadtgebiet. "Das ist natürlich nicht gut für Wels", warnt der Stadtrat. Oberndorfer richtet deshalb eine klare Forderung an die Asfinag: "Wenigstens eine Spur offen lassen und die Bauzeit verkürzen."
Denn zehn Monate Bauzeit seien "zu lange, das schafft Wels nicht". Beim Protestvideo allein soll es nicht bleiben: Die Welser ÖVP hat bereits einen Antrag für die nächste Gemeinderatssitzung vorbereitet.