Ein Sommer so heiß wie nie – die bittere Folge: Österreich trocknet aus. Dramatischer Beleg: In Linz fehlte seit Jahresbeginn so viel Wasser, dass man damit 50-mal den Pleschinger See füllen könnte.
Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) rechnete kürzlich vor: Über der Landeshauptstadt und im näheren Einzugsgebiet der Bäche sind heuer (bis Ende Juni) rund 20 Mrd. Liter zu wenig an Niederschlag gefallen.
Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) nahm die anhaltend hohen Temperaturen zum Anlass, um sich mit einer arg gebeutelten Berufsgruppe zu treffen: Er brachte Asphaltierern kühle Getränke vorbei. Die Erfrischung hatten die Männer, die auf der Baustelle Löwenfeldschule in der Franz-Kurz-Straße schuften, dringend nötig.
Denn: "Direkt bei der Walze ist es doppelt so heiß wie in der Sauna", so Hajart gegenüber "Heute". Die beim Lokalaugenschein gemessene Asphalt-Temperatur: rund 150 Grad. Die Luft war auf 33 Grad erhitzt.
"Die Arbeiter auf unseren Linzer Baustellen leisten in diesem seit zwei Monaten anhaltenden Rekordhitze-Sommer wirklich Unvorstellbares“, betont der für Mobilität zuständige Politiker. Tenor der hart gesottenen Asphaltbauer: "Es war noch nie so heiß wie in diesem Sommer."
Die in den Sommerferien laufenden Arbeiten dienen dazu, die Sicherheit und die Übersicht am Schulweg zu verbessern: Dazu gehören ein breiterer Gehsteig, Querungshilfen, beleuchtete Schutzwege, zusätzliche Grüninseln sowie die Erneuerung der Fahrbahn und der Beleuchtung. Die Stadt investiert rund 162.000 Euro in das Projekt.