"Überlastung wird zunehmen"

Hunderte Pensionierungen: Hier fehlen ganz viele Lehrer

Die Personalnot nimmt nicht ab. Besonders betroffen: der Bildungsbereich – Lehrer sind weiter häufig Mangelware. Eine Partei schlägt jetzt Alarm.
Oberösterreich Heute
11.08.2026, 18:12
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Rund einen Monat vor dem Start ins neue Schuljahr läuft die Mitarbeitersuche auf Hochtouren. In Summe waren knapp 136.300 Unterrichtsstunden ausgeschrieben – zwei Drittel davon sind laut Ministerium bereits fix oder vorläufig vergeben.

Nach mehreren Jahren mit Lehrermangel in bestimmten Fächern und Regionen sieht Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) Entspannung. "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte er.

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Aus einem Bundesland kommt dennoch harsche Kritik: In Oberösterreich bleibe die Lage weiter stark angespannt, so die SPÖ. "Bei uns sind erst die Hälfte der ausgeschriebenen 22.900 offenen Stellen für das kommende Schuljahr besetzt", berichtet Bildungssprecherin Doris Margreiter.

Schlechter liege nur das vielfach kleinere Vorarlberg, das aber mit Abwerbungen aus der Schweiz seit Jahrzehnten zu kämpfen habe. Margreiter rechnet damit, dass in den Mittelschulen der fachfremde Unterricht weiter zunehmen werde. Sie nimmt die zuständige LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) in die Pflicht.

Diese Entwicklungen seien seit Jahren bekannt, so Margreiter. "Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird die Überlastung der aktiven Lehrpersonen bei uns damit im neuen Schuljahr weiter zunehmen." Dabei gäbe es mit ausreichend Assistenz, Sonderpädagogik und administrativem Personal entsprechende Hebel.

358 Pensionierungen in Mangelfächern

Die Bildungssprecherin weiter: Auch der personalkritische Bereich der Ruhestände werde zu einer wachsenden Herausforderung. Sie macht darauf aufmerksam, dass für heuer 358 Pensionierungen in den Mangelfächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Physik, Chemie, Informatik und Sport erfolgt oder noch abzusehen seien.

Zugleich wisse man aus Erhebungen des Landesrechnungshofes, dass acht von zehn Pädagogen vorzeitig aufhören. "Hier ist eben diese Entlastung von unterrichtsfremden Tätigkeiten der ganz entscheidende Ansatzpunkt um das erfahrene Personal bis zum Regelpensionsalter zu halten"

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.08.2026, 18:12