"Technisches Gebrechen"

Doppelter Amok-Alarm an Schule in St. Pölten

Mehrere Amok-Warnungen durch die Lautsprecher haben am Mittwoch kurz vor Unterrichtsbeginn an der HAK St. Pölten für Aufregung gesorgt.
Victoria Carina  Frühwirth
26.02.2026, 12:22
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Durch Lautsprecher drang es am Mittwoch gegen 7.40 Uhr: "Amokalarm – Bitte verlassen Sie das Gebäude". Die FPÖ spricht von „heillosem Chaos“. Die Schulleitung stellt klar: Es handelte sich um ein technisches Versehen, die Schüler waren nie in Gefahr.

Warnung war Fehlmeldung

Wie Direktor Thomas Huber von der BHAK/BHAS St. Pölten gegenüber "Heute" erklärt, sei um 7.40 Uhr ein neues digitales Amok-Warnsystem ausgelöst worden. Über die Lautsprecher sei ein Jingle mit der Ansage "Amokalarm: Bitte verlassen Sie das Gebäude" zweimal durchgesagt worden. Nach rund 15 Sekunden sei der Alarm allerdings schon wieder abgedreht worden.

"Dieser Auslöser war aber nicht beabsichtigt, es war ein technisches Versehen. Dafür wissen wir aber jetzt, dass der Alarm funktioniert", will Huber beruhigen. Der Alarm sei weder geplant gewesen, noch seien die Lehrkräfte vorab informiert gewesen.

Damit erklärt er, wieso Lehrkräfte in der Situation überfordert gehandelt hätten. Später berichten Eltern, die Kinder hätten sich in der Panik aufgeteilt: manche hätten sich verbarrikadiert, andere hätten in der Ecke geweint, manche Schüler sollen sogar mit einer Lehrkraft ins Freie gelaufen sein – Direktor Huber dementiert das. Alle Schüler seien im Gebäude geblieben.

Amok-Warnung für nur 15 Sekunden: "Psychische Belastung sehr begrenzt"

Laut Huber habe es unmittelbar nach der Entwarnung eine interne Besprechung gegeben. Danach sei die Situation auch von den Lehrkräften in den Klassen nachbesprochen worden, Schüler hätten hier Fragen stellen können.

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Gegenüber "Heute" stellt Huber klar: "Dieser Jingle mit der Amok-Warnung lief nur kurz über die Lautsprecher durch die Schule und wir haben gleich Bescheid gegeben, dass alle in Sicherheit sind. Ich gehe davon aus, dass die psychische Belastung durch den Vorfall für die Schüler sehr begrenzt ist."

Polizei und Eltern nicht informiert

Tatsächlich wurden die Eltern der Schüler nicht über den erschreckenden Vorfall informiert. Dem Anlass entsprechend hätten Eltern bei der Schule nachgefragt und Antworten zur Drohung bekommen. Auch die Polizei sei nicht verständigt worden, da es sich um ein technisches Gebrechen gehandelt habe.

FPÖ kritisiert Krisenplan

Gemeinderat und Landesrat Martin Antauer (FP) kritisiert den Umgang der Schulleitung nach der Schreckensmeldung aufgrund eines technischen Defekts: "Die Sache einfach herunterspielen und einfach zur Tagesordnung übergehen, ist nicht akzeptabel." Und weiter: "Offenbar gab es keinen strukturierten Plan bzw. Verhaltensregeln, dabei ist der furchtbare Amoklauf von Graz noch kein Jahr her. Der Schutz unserer Kinder muss immer an erster Stelle stehen", schließt Martin Antauer.

FPÖ-Landesrat Maritn Antauer
privat

Die Schule betont hingegen, man sei grundsätzlich gut vorbereitet, werde das System jedoch "in den kommenden Wochen nachjustieren". Die Schul-Sozialarbeiterin sei informiert worden und stehe bei Bedarf zur Verfügung.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 26.02.2026, 13:43, 26.02.2026, 12:22
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