Was wie eine schrille Showeinlage aussah, war in Wahrheit ein geplanter Polizei-Einsatz. In Tha Luang in Thailand schlüpften fünf männliche Beamte gemeinsam mit einer Kollegin in glitzernde Drag-Queen-Kostüme, um einen mutmaßlichen Drogenhändler zu überführen.
Die als Tänzerinnen verkleideten Polizisten mischten sich unter die Besucher eines Straßenfestes, tanzten mit der Menge und warteten auf den richtigen Moment. Ziel der Aktion war ein Mann, der mit Crystal Meth handeln soll.
Innerhalb der Polizeistation sorgte der ungewöhnliche Plan zunächst für Diskussionen. Der leitende Ermittler gab später offen zu: "Ich wollte eigentlich nicht mitmachen, das kostet nur unnötig Geld für die Ausrüstung."
Am Ende genehmigte er den Einsatz trotzdem – und der ging voll auf. Dank der auffälligen Verkleidung konnten sich die Beamten dem Verdächtigen unbemerkt nähern. Dann klickten mitten im Fest die Handschellen.
Die Polizei stellte laut lokalen Berichten 53 Methamphetamin-Tabletten, 211 kleine Druckverschlussbeutel und ein Mobiltelefon sicher. Außerdem soll der Verdächtige in illegale Online-Glücksspiele verwickelt gewesen sein.
Nach dem Zugriff veröffentlichten die Beamten ein Gruppenfoto auf Facebook. Darauf posieren sie in ihren glitzernden Kostümen neben dem Verdächtigen in Handschellen. Der Schnappschuss verbreitete sich rasch im Netz und sorgte international für Schlagzeilen.
Immer wieder sorgt die Polizei in Thailand mit kreativen Einsätzen für Aufsehen. Erst Anfang des Jahres lockten Beamte in der Provinz Nakhon Nayok einen mutmaßlichen Einbrecher mit einem kuriosen Trick in die Falle: Ein Polizist verkleidete sich als Löwe und tanzte gemeinsam mit Kollegen in einer chinesischen Tanzgruppe.
Diesmal waren es allerdings High Heels statt Löwenkostüm, die einem mutmaßlichen Dealer zum Verhängnis wurden.