Wir müssen giftig sein, viel näher am Gegner stehen als zuletzt. Wir müssen pressen wie in der Quali, wir brauchen hohe Ballgewinne.
Für den WM-Coup gegen Spanien muss sich Österreich heute in Los Angeles steigern, erstmals bei dieser WM ans Limit kommen. Ich traue das den Burschen zu, es wird ein enges Spiel.
Entschieden wird das K.o.-Spiel im Mittelfeld. Verschieben wir nur, spielt Spanien mit uns Katz und Maus, dann laufen wir nur hinterher.
Der kluge Trainer Peter Bosz sagte mir einmal: "Lässt du deinem Gegner Zeit und Raum, ist er nicht mehr gut, sondern sehr gut." Genau das gilt heute für Spanien.
Zwei Stars ragen in diesem Kollektiv heraus: Pedri ist der Motor. Ein genialer Fußballer, der Taktgeber mit einem Radarauge für die Löcher in Österreichs Abwehr. Er zählt zu den Top 3 der Welt auf seiner Position.
Yamal kann der Beste werden. Er hat das Potential zum Messi von morgen. Ich habe nur so meine Bedenken, dass er abseits des grünen Rasens die Füße unter dem Boden verliert.
Bei Alaba ist das nie passiert, weil er eine Familie hat, die für Erdung sorgt. Er hat so viel gewonnen, so viel verdient, ist aber mit beiden Beinen am Boden geblieben.
Wer soll Yamal heute stoppen? Vom Speed her wäre es Mwene, der ist aber verletzt. Laimer sehe ich eigentlich weiter vorne, wo er mit seiner Laufstärke Löcher reißt.
Teamchef Rangnick wird heute – wie bei jeder Aufstellung – überraschen. Ich rate dazu, keine Wetten darauf abzuschließen. Lieber den Fußballabend genießen. Die ganze Welt schaut heute aus uns. Wir können den Größten ein Bein stellen.