Es waren die emotionalsten Sekunden der bisherigen WM – und mittendrin ORF-Experte Andreas Herzog. Als Sasa Kalajdzic Österreich mit dem 3:3 gegen Algerien in der 96. Minute ins Sechzehntelfinale köpfte, stürmte die ÖFB-Legende selbst in die Jubeltraube. Zwei Tage später verriet Herzog im ORF, dass ihn dieser spontane Gefühlsausbruch teuer zu stehen kam.
"Ich war in der Jubeltraube drinnen. Ich weiß bis heute nicht, warum ich diese zwei Schritte gemacht habe, aber ich war von den Emotionen einfach übermannt", erzählte der 57-Jährige schmunzelnd.
Am Spielfeldrand wurde Herzog schließlich vom FIFA-Delegierten wieder aus der Spielertraube geholt. "Der wollte, dass ich da rausgehe. Mein Sakko war aber noch drinnen, deshalb habe ich immer fester angezogen. Auf einmal hat es 'knax' gemacht. Ich habe mir gedacht, jetzt habe ich mein Sakko ruiniert."
Doch nicht der Stoff gab nach, sondern sein Körper. "Später, als das Adrenalin weg war, habe ich gemerkt, dass nicht das Sakko kaputt war, sondern mein Knie." Die Folge: "Jetzt kann ich seit zwei Tagen nicht mehr gehen – aber egal."
Bereut hat Herzog seinen Ausflug in die Jubeltraube trotzdem nicht. Die Emotionen nach Kalajdzics Last-Minute-Tor hätten ihn schlicht überwältigt. Die Bilder des ORF-Experten, der gemeinsam mit den ÖFB-Stars den Aufstieg feiert, zählen schon jetzt zu den emotionalsten Momenten dieser Weltmeisterschaft.