Slimheli hat mir zwei Tattoos gestochen – eins an der Wade und eins am Rücken. Ich ließ ihn nach Kiew und Marbella einfliegen, damit er mich tätowierte.
Tattoos brauchen Zeit. Bei ihm verging sie wie im Flug, weil er extrem lustig war. Jetzt ist Slimheli, der eigentlich Helmut Zeiner hieß, gegangen – für immer. Sein Tod macht mich traurig.
Berühmt wurde Slimheli durch Marko Arnautovic. Den nannte er "Dillo". Vor Markos erstem Transfer zu Inter stach er ihn erstmals, ab dann viele Kicker. Es war ein riesiger Markt für ihn.
Dabei interessierte ihn Fußball gar nicht – wie er mir einmal erzählte. Er war ein Fan der Vienna Capitals, spielte selbst im Eishockey-Jugendnationalteam und war Breakdance-Meister.
Ich kannte Slimheli länger als Marko. Mit seinem Sohn kickte ich schon bei der U8 der Austria.
Vor zehn Jahren überlebte Slimheli noch zwei Herzinfarkte, zuletzt zog er sich immer mehr zurück. Seine Tattoos bleiben für ewig.