"Wirklich untragbar"

"Dreckiger Deal" – Maurer tobt wegen Gagen-"Skandal"

Dass sich Gewerkschaftsfunktionäre trotz Budgetkrise über eine deutliche Zulagenerhöhung freuen dürfen, macht Grünen-Politikerin Maurer "fassungslos".
Michael Rauhofer-Redl
21.01.2026, 12:12
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Nach einer Enthüllung bezüglich der Gehälter für freigestellte Personalvertreterinnen und Personalvertreter gehen die Wogen hoch. Wie von "Heute" berichtet, einigte man sich im Zuge des neu aufgeschnürten Beamtenpakets, welches eine deutlich geringere Gehaltserhöhung für Betroffene – etwa Lehrer und Polizisten – bedeutet, auf hohe Zulagen. Wie eine Recherche der ZiB 2 zeigt, kassieren vereinzelte Funktionäre jetzt bis zu 9.000 Euro brutto im Monat.

Am Mittwoch zog die grüne Klubchefin im Parlament Sigrid Maurer mit dieser Maßnahme hart ins Gericht. Denn die harte Arbeit, die etwa Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich leisten, sei enorm herausfordernd und gehöre entsprechend entlohnt.

"Ich halte das für einen Skandal"

Sie zeigte sich in ihrer Rede "fassungslos" über die Regierung, diese leiste sich "Unfassbares". Denn während die Angestellten im öffentlichen Dienst, Maurer nannte stellvertretend neben Lehrern noch Polizisten, auf einen Teil ihrer Gehaltserhöhung verzichten müsse, hätten es sich die Spitzenfunktionäre in der Gewerkschaft "fein gerichtet".

Bei Gehältern von 9.000 Euro brutto greife sich jeder Direktor und jede Direktorin in diesem Land "aufs Hirn", polterte Maurer. Diese würden weit nicht so viel verdienen, hätten aber weit mehr Verantwortung zu tragen. "Ich halte das für einen Skandal", hielt sie unmissverständlich fest.

Maurer spricht von "dreckigem Deal"

"Kürzungen für die breite Masse und fette Zulagen für die Funktionäre – diesen dreckigen Deal hat die Bundesregierung ermöglicht", so Maurer, die in Richtung der Neos fragte: "Spürt ihr euch noch?". Das Vorgehen erinnere sie stark an die Geschehnisse in der Wirtschaftskammer, wo man sich ebenfalls höhere Gagen gegönnt und man gleichzeitig allen anderen erklärt habe, den Gürtel enger zu schnallen.

Die Gewerkschaft müsse sich die Frage stellen, wen sie vertrete. Die Arbeitnehmer oder lediglich sich selbst. Das sei Personalvertretung in der schlechtesten Form und "wirklich untragbar", so Maurer.

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