800.000-Euro-Projekt

Drei Mädchen starben Drogentod – jetzt reagiert Land

Eine traurige Serie hat Innsbruck erschüttert. Drei Mädchen (13, 14 und 16) starben an einer Überdosis. Nun greift die Landesregierung durch.
Newsdesk Heute
26.04.2026, 11:29
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In den vergangenen Wochen kam es in Innsbruck zu drei tragischen Todesfällen in Kombination mit Drogen. Besonders dramatisch: Die weiblichen Opfer waren 13, 14 und 16 Jahre alt. Die Mutter des jüngsten Mädchens erhob schwere Vorwürfe gegenüber den Behörden.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, warf die Frau der Kinder- und Jugendhilfe – unter deren Obsorge die 13-Jährige zuletzt gestanden sei – vor, ihre Tochter nicht ausreichend geschützt zu haben. Im Zuge der tragischen Todesserie sprach die Zeitung auch mit dem ärztlichen Leiter des Kompetenzzentrums Gewaltschutz, Klaus Kapelari. Ihm zufolge gebe es in Tirol keine passende Einrichtung für drogenabhängige Minderjährige.

Das ist jetzt geplant

Nun soll sich dies jedoch ändern. Das Land bestätigte gegenüber der "TT", dass man in Innsbruck drei spezialisierte Betreuungsplätze für Drogenabhängige unter 14 Jahren schaffen möchte. Aktuell befinde sich das 800.000 Euro teure Projekt noch in der Umsetzungsphase.

Das Land Tirol arbeite dabei mit der "Zesa – Tirol Zentrum für Soziale Arbeit GmbH" zusammen. Konkret sollen die Kinder in Kleinstgruppen untergebracht und den ganzen Tag betreut werden. So wolle man die Kinder aus dem schädlichen Umfeld herausholen und sie von selbst- bzw. fremdgefährdendem Verhalten abbringen.

Der Tagesablauf der Kinder werde dabei genau durchgeplant. Neben medizinischen und therapeutischen Maßnahmen stehen für die Minderjährigen Schule das gemeinsame Führen eines Haushalts sowie Freizeitaktivitäten auf dem Plan.

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