Historischer Prozess gestartet

"Bin anständiger Mann" – Maduro bleibt bis März in Haft

Nicolás Maduro muss sich am Montag vor einem US-Gericht verantworten. Dem ehemaligen venezolanischen Machthaber droht eine lange Haftstrafe.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 18:14
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Um 18 Uhr unserer Zeit muss sich der venezolanische Diktator Nicolás Maduro vor einem Bundesgericht in New York verantworten. Ihm wird vorgeworfen, tonnenweise Kokain in die USA geschmuggelt zu haben. Trump sprach in diesem Zusammenhang von "Drogenterrorismus".

Bereits kurz nach seiner spektakulären Festnahme kündigte Justizministerin Pam Bondi an, dass der 63-Jährige "bald den ganzen Zorn der amerikanischen Justiz" zu spüren bekomme. Neben Maduro muss auch dessen Ehefrau Cilia Flores auf der Anklagebank Platz nehmen.

Maduro grinste in Kamera

Im Vorfeld der Verhandlung zeigte sich der ehemalige venezolanische Machthaber unbeeindruckt, wie Fotos am Montag zeigen. Maduro wurde per Helikopter von seiner Zelle im Metropolitan Detention Center nach Manhattan geflogen. Bewacht von schwer bewaffneten Polizisten grinste der Diktator in die Kamera eines DEA-Agenten.

Proteste vor Gerichtsgebäude

Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich bereits am Nachmittag Dutzende Demonstranten. "Hände weg von Venezuela" stand auf mehreren Schildern geschrieben. Der Zorn der Versammlung richtete sich gegen das Vorgehen des US-Militärs im südamerikanischen Land.

Gemeinsam mit seinem Anwalt Barry Pollack, der schon Wikileaks-Gründer Julian Assange vertrat, betrat Maduro um kurz nach 18 Uhr den Gerichtssaal. Bekleidet mit einem orangen Hemd, einem blauen darüber und einer beigefarbenen Hose nahm er die Anklageverlesung zur Kenntnis. An seinen Füßen trug er Fußfesseln. Über Kopfhörer wird ihm der Prozess in seine spanische Muttersprache übersetzt.

"Ich bin nicht schuldig"

"Ich bin der Präsident von Venezuela, ich wurde in meinem Haus in Caracas festgenommen", erklärte er zu Beginn der Verhandlung. "Ich bin nicht schuldig", plädierte der gestürzte Machthaber daraufhin auf einen Freispruch. "Ich bin ein anständiger Mann. Ich bin immer noch der Präsident meines Landes."

Auch Maduros Ehefrau, Cilia Flores, streitet die schweren Vorwürfe vor Gericht ab. "Nicht schuldig, völlig unschuldig", soll sie laut NBC-News auf Spanisch gesagt haben.

Anwalt stellt Kautionsantrag

Nachdem Richter Hellerstein die beiden Angeklagten auf ihr Recht, sich mit Konsularbeamten aus ihrem Heimatland beraten zu können, hinwies, verzichtete Anwalt Pollack auf einen Kautionsantrag. Sein Mandant strebe zum jetzigen Zeitpunkt keine Freilassung gegen Kaution an.

Damit ist der Prozessauftakt vorerst beendet. Die nächste Gerichtsverhandlung wird am 17. März stattfinden, wie Hellerstein klarstellt. Maduro und seine Ehefrau verließen daraufhin den Gerichtssaal.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.01.2026, 18:44, 05.01.2026, 18:14
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