Angriff auf Venezuela

150 Jets, Explosionen – so lief geheime US-Operation ab

Monatelang geplant, mit massiver Militärmacht umgesetzt: Die USA haben neue Details zur Festnahme von Nicolás Maduro veröffentlicht.
Newsdesk Heute
03.01.2026, 19:45
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Mit ungewöhnlich detaillierten Einblicken hat das US-Militär die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro erläutert. Vor Journalisten schilderte General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, wie akribisch der Zugriff vorbereitet worden war.

Laut Caine lief die Planung über viele Monate hinweg. Grundlage sei eine enge Zusammenarbeit mehrerer Ressorts gewesen, die auf jahrzehntelanger Erfahrung mit komplexen Einsätzen in der Luft, zu Land, zur See und sogar im Weltraum aufgebaut habe. "Unsere ressortübergreifende Zusammenarbeit begann vor Monaten und baute auf jahrzehntelanger Erfahrung bei der Integration komplexer Luft-, Boden-, Weltraum- und Seeoperationen auf", so der General.

"Wir blieben geduldig und professionell"

Die Streitkräfte hätten die Lage über längere Zeit beobachtet, bewusst zugewartet und sich parallel auf den Ernstfall vorbereitet. "Wir blieben geduldig und professionell. Diese Mission wurde akribisch geplant und zog Lehren aus jahrzehntelanger Erfahrung", erklärte Caine weiter.

Bereits im Dezember seien die US-Streitkräfte einsatzbereit gewesen. Zuvor hätten Nachrichtendienste über Monate hinweg versucht, Maduro präzise zu lokalisieren. Dabei seien nicht nur seine Aufenthaltsorte und Reiserouten analysiert worden, sondern auch Gewohnheiten, Kleidung und selbst Details aus seinem Umfeld wie Haustiere.

150 Flugzeuge beteiligt

Für die Operation griff das Militär laut Caine auf Informationen mehrerer US-Geheimdienste zurück, darunter CIA, NSA und die National Geospatial-Intelligence Agency (NGA). Insgesamt seien bei dem Einsatz in Venezuela mehr als 150 Flugzeuge beteiligt gewesen – darunter Bomber sowie Kampf- und Aufklärungsjets wie F-35 und F-18.

Ein zentraler Teil der Mission sei die gezielte Ausschaltung der venezolanischen Luftverteidigung gewesen. Diese sei außer Gefecht gesetzt worden, "um den sicheren Durchflug der Helikopter zu gewährleisten", die für die Abführung Maduros vorgesehen waren.

Maduro wollte in Bunker fliehen

US-Präsident Donald Trump schilderte später, Maduro habe noch versucht, sich in einen Schutzraum zu retten. Die Tür habe er jedoch nicht mehr rechtzeitig schließen können, bevor US-Spezialkräfte zugriffen.

"Er versuchte, sich in Sicherheit zu bringen – doch das war nicht sicher, denn wir hätten die Tür in etwa 47 Sekunden gesprengt", sagte Trump. "Es war eine sehr dicke, sehr schwere Tür. Er erreichte sie, konnte sie aber nicht schließen."

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