Kurz nach ihrem Geburtstag

Drogen-Drama in Innsbruck: Mädchen (13) tot

Drei junge Menschen sterben binnen Tagen in Innsbruck - die Spur führt zu einer kriminellen Clique und einem perfiden System.
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17.03.2026, 08:17
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Der Tod von zwei Mädchen und einem jungen Mann erschüttert derzeit Innsbruck. Besonders tragisch: Eine Schülerin aus dem Oberland feierte am 26. Februar noch ihren 13. Geburtstag, nur zwölf Tage später war sie tot. Gefunden wurde sie in einer Wohnung im Stadtteil Wilten - dort starb bereits fünf Tage zuvor ein etwa 18-jähriger Mann, das berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Auch ihre 16-jährige Freundin lebt nicht mehr. Sie wurde erst kürzlich beerdigt, nachdem sie am 28. Februar in einer Wohnung im Unterland gestorben war. In allen drei Fällen dürften Drogen eine Rolle gespielt haben, vermuten die Ermittler. Ein endgültiges Ergebnis steht aber noch aus.

Was die Polizei besonders alarmiert: Die drei Opfer sollen Teil derselben kriminellen Clique gewesen sein. Laut Klaus Kapelari vom Kompetenzzentrum Gewaltschutz werden junge, teils noch unmündige Mädchen gezielt in die Abhängigkeit getrieben. Ältere Burschen und Männer versorgen sie zunächst günstig mit Suchtgift. Später wird der Preis drastisch erhöht.

So kommen sie an Drogen

"Zuerst erhalten die Opfer günstig Drogen, dann werden dafür einschlägige Fotos verlangt", schildert Kapelari die Vorgehensweise in der Tiroler Tageszeitung. Teilweise würden die Mädchen mit so großen Mengen versorgt, dass sie das Bewusstsein verlieren.

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Wenn das Geld für den steigenden Konsum nicht mehr reicht, müssen die Opfer mit ihrem Körper bezahlen. Die Polizei ermittelt deshalb wegen sexuellen Missbrauchs bis hin zur Vergewaltigung Unmündiger. Gleichzeitig wird untersucht, wer den beiden Mädchen die tödlichen Substanzen gegeben hat. Sollte das geklärt werden, droht den Dealern ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung.

Im Fokus steht auch der Mieter jener Wohnung in der Fritz-Pregl-Straße, in der die 13-Jährige und der junge Mann innerhalb weniger Tage starben.

Laut Kapelari werden zahlreiche Mädchen von der Gruppe ausgenutzt. Doch die Ermittlungen sind schwierig: "Die Polizei erhält von den Opfern kaum verwertbare Aussagen. Die ohnehin sehr verletzlichen Mädchen haben Angst, kein Suchtgift mehr zu erhalten. Außerdem werden sie auch bedroht."

Gleichzeitig betont der Experte: Mehrere Innsbrucker Einrichtungen arbeiten eng zusammen, um die Betroffenen zu schützen und zu unterstützen.

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