Dem Landeskriminalamt Tirol ist ein Schlag gegen eine mutmaßlich international agierende Drogenbande gelungen. Nach umfangreichen Ermittlungen wurden mehrere Verdächtige festgenommen, die in großem Stil Kokain und Cannabis nach Österreich gebracht und weiterverkauft haben sollen.
Insgesamt sollen mindestens zwölf Kilogramm Kokain und rund 680 Kilogramm Cannabis in Umlauf gebracht worden sein. Besonders betroffen gewesen sein soll laut Ermittlern der Raum Kufstein, der als sogenannter "Kokain-Hotspot" gilt.
Der mutmaßliche Kopf der Gruppe, ein 44-jähriger Iraner mit Wohnsitz in Wien-Margareten, sowie vier weitere Verdächtige befinden sich inzwischen in Haft. Die Festnahmen erfolgten im Zuge koordinierter Zugriffe in Wien und Tirol.
Laut Ermittlern soll die Organisation arbeitsteilig und professionell vorgegangen sein und sogar vermeintlich abhörsichere Kryptohandys genutzt haben, die jedoch von den Behörden entschlüsselt werden konnten.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe einen Millionenbetrag erwirtschaftet hat. Weitere Auswertungen laufen, eine Anklage wegen schweren Suchtgifthandels steht im Raum.