Schneller als Streifenwagen

Drohne ist zuerst am Tatort – und stoppt Motorraddieb

Eine US-Polizeiwache testet Drohnen als First Responder bei Notrufen. In jedem zweiten Fall sind sie vor den Beamten da – und stoppen sogar Diebe.
Nick Wolfinger
22.09.2026, 14:06
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Die Polizei von Auburn im US-Bundesstaat Washington setzt derzeit auf ein ungewöhnliches Pilotprojekt. Zwei Drohnen vom Typ Skydio X10 können bei Notrufen automatisch zum Einsatzort geschickt werden. Die Idee: Die fliegenden Helfer sollen möglichst schon Bilder liefern, bevor die ersten Polizisten eintreffen.

Genau das passierte nun bei einem mutmaßlichen Motorrad-Diebstahl. Die Polizei erhielt einen Hinweis auf eine verdächtige Person, die sich an einem Motorrad zu schaffen machen soll. Der Vorfall ereignete sich am 14. September. Nun veröffentlichte die Polizei die Aufnahmen.

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Drohne verfolgt Verdächtigen

Noch bevor die Beamten eintrafen, erreichte die Drohne den Einsatzort. Sie entdeckte zunächst das Motorrad und anschließend den Verdächtigen.

Dieser soll versucht haben, das Motorrad auf die Straße zu schieben und damit davonzufahren. Die Drohne behielt ihn aus der Luft im Blick und lieferte den Polizisten Bilder vom Geschehen.

Die Beamten kamen schließlich rechtzeitig an und verhinderten den Diebstahl. Ob der Verdächtige festgenommen oder angezeigt wurde, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

In 47 Prozent schneller als Beamte

Besonders bemerkenswert ist die bisherige Bilanz des Pilotprojekts: Bei 47,1 Prozent der Einsätze erreichten die Drohnen den Einsatzort noch vor den Polizisten. In 88,2 Prozent der Fälle lieferten sie nach Angaben der Polizei Informationen, die für den Einsatz hilfreich waren.

Das System nennt sich "Drone as First Responder", kurz DFR. Die Drohnen können zu Notrufen geschickt werden und übertragen Livebilder. Dadurch können sich die Einsatzkräfte bereits auf dem Weg ein Bild von der Lage machen.

NW,22.09.2026, 14:06
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