Nach jahrelangen Diskussionen bleibt im niederösterreichischen Imbach alles beim Alten: Die Ortschaft behält die Postleitzahl 3500. Statt einer neuen Postleitzahl werden lediglich die Hausnummern in jenen Straßen geändert, deren Namen sowohl in Imbach als auch in Krems vorkommen.
Hintergrund der Debatte waren immer wieder Verwechslungen bei der Postzustellung. Weil Krems ebenfalls die Postleitzahl 3500 trägt und mehrere Straßennamen ident sind, kam es laut Gemeinde regelmäßig zu Irrtümern.
Ende Juni fiel schließlich die Entscheidung im Gemeinderat. Auch eine Befragung der Bevölkerung sprach sich klar gegen eine neue Postleitzahl aus. 270 von 305 Teilnehmern votierten dafür, die Hausnummern anzupassen. Nur 32 Personen wollten künftig die Postleitzahl 3541.
Doch nicht alle akzeptierten das Ergebnis. Der Ärger entlud sich in einem anonymen Schreiben an Vizebürgermeisterin Christine Schneider. Darin heißt es laut "Krone" unter anderem: "Du blöde Sau, wenn du nicht aus der Gemeindepolitik verschwindest, dann ..." Weitere beleidigende Formulierungen sollen ebenfalls enthalten gewesen sein.
Bürgermeister Markus Klamminger zeigt für die Reaktion kein Verständnis. Die Abstimmung sei "ein Musterbeispiel der Demokratie" gewesen.
Auch in einem Rundbrief äußerte er sich zu den Anfeindungen und betonte: "Wenn wir im Ort sonst keine Probleme haben außer der Postleitzahl, dann geht es uns dennoch sehr gut".