Vorfall in Ebergassing

Frau nach Bad-Besuch sauer: "Männer im Damenbereich"

Im Damen-Umkleidebereich sollen sich Männer aufgehalten haben, "dadurch entstand bei mir ein Unwohlsein". Die Gemeinde widerspricht: "Waren Kinder."
Erich Wessely
04.07.2026, 06:00
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Eine Frau wandte sich in einem Schreiben an die Landeshauptfrau, den Landeshauptfrau-Stellvertreter – und an "Heute". Darin zeigte sie sich schockiert über einen angeblichen Vorfall am Sonntag, 28. Juni, im Freibad Ebergassing im Bezirk Bruck an der Leitha.

Beim Aufsuchen des Damen-Umkleidebereichs "stellte ich fest, dass sich dort eine Gruppe von etwa acht Männern aufhielt. Nach meiner Wahrnehmung handelte es sich um Männer mit Migrationshintergrund. Unabhängig von der Herkunft der Personen war für mich entscheidend, dass sich Männer im ausdrücklich als Damenbereich gekennzeichneten Bereich aufhielten und dadurch bei mir ein erhebliches Unwohlsein entstanden ist", schreibt die Frau.

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Dabei wolle sie ausdrücklich festhalten, "dass sich auf der gegenüberliegenden Seite ein eigener Männerbereich mit Umkleidekabinen und Kästen befindet. Daher ist für mich nicht nachvollziehbar, warum der Damenbereich von Männern genutzt wird, wenn getrennte Bereiche vorhanden sind".

"Ich wurde beleidigt"

Die Betroffene meldete den Vorfall im Kassenbereich. "Die Mitarbeiterin erklärte mir, dass die Kästen je nach Bestellung bei Eintritt vergeben werden und offenbar nicht strikt nach Damen- und Herrenbereich zugeteilt werden. Eine weitere, sehr freundliche Mitarbeiterin kam zur Unterstützung hinzu und ersuchte die Männer, den Damenbereich zu verlassen. Dieser Aufforderung wurde jedoch nicht nachgekommen. Stattdessen wurde die Mitarbeiterin hinter ihrem Rücken beschimpft und auch ich wurde beleidigt".

"Ein Gefühl der Unsicherheit"

Der Frau sei bewusst, dass es Situationen geben kann, in denen etwa ein Vater mit einem Kleinkind kurzfristig den Damenbereich betreten muss: "Eine solche Ausnahmesituation ist für mich nachvollziehbar. Ein dauerhafter Aufenthalt mehrerer erwachsener Männer in einem als Damenbereich ausgewiesenen Bereich ist jedoch etwas anderes und hat bei mir sowie vermutlich auch bei anderen Badegästen ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst".

Sollte vonseiten der Gemeinde Ebergassing gewünscht sein, dass die Bereiche künftig geschlechtsneutral genutzt werden, "müsste aus meiner Sicht die Bezeichnung entsprechend geändert werden und beispielsweise als Unisex-Bereichausgewiesen werden. Eine solche Änderung sollte jedoch auch die Auswirkungen berücksichtigen, insbesondere im Hinblick auf das Sicherheitsempfinden von Frauen und minderjährigen Mädchen".

Zusätzlich fiel der Frau auf, "dass sich einer der Männer direkt vor der im Damenbereich befindlichen Toilette aufhielt und auf eine vollständig verhüllte Frau (Burkini) wartete, bis diese die Toilette verließ, um sie anschließend nach draußen zu begleiten. Durch die aggressive Reaktion und die Beschimpfungen fühlte ich mich belästigt, verunsichert und sehr unwohl".

Stammgast seit rund 15 Jahren

Die Betroffene sei "seit rund 15 Jahren treuer Gast im Freibad Ebergassing gewesen. Nach diesem Vorfall und insbesondere dem Umgang mit der Situation habe ich jedoch das Vertrauen verloren und werde das Freibad künftig nicht mehr besuchen".

Gemeinde: "Buben im Alter von etwa zehn Jahren"

Auf "Heute"-Anfrage heißt es seitens der Kommune: "Die Gemeinde Ebergassing hat den geschilderten Vorfall umgehend geprüft und Gespräche mit den am betreffenden Tag anwesenden Mitarbeiterinnen des Freibads geführt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand bestätigt sich die Darstellung, wonach sich eine Gruppe erwachsener Männer im Damenbereich aufgehalten habe, in dieser Form nicht. Laut den vor Ort anwesenden Mitarbeiterinnen handelte es sich bei den betreffenden Personen um Kinder beziehungsweise Buben im Alter von etwa zehn Jahren."

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Unabhängig davon "nehmen wir jede Rückmeldung, die das Sicherheits- und Wohlbefinden unserer Badegäste betrifft, selbstverständlich ernst. Im Freibad bestehen klar gekennzeichnete Damen- und Herrenbereiche, deren Einhaltung grundsätzlich vorgesehen ist", so eine Sprecherin der Gemeinde in einer schriftlichen Stellungnahme.

Interne Abläufe werden überprüft

Aber: "Aktuell sehen wir keinen Anlass für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Security-Personal. Das Freibad wird von unserem Personal laufend betreut, und bei Bedarf wird unmittelbar eingeschritten. Gleichzeitig nehmen wir den Vorfall zum Anlass, interne Abläufe und organisatorische Prozesse nochmals zu überprüfen, um Missverständnisse künftig möglichst zu vermeiden."

Gemeinde spricht von "Einzelfall"

Aus Sicht der Gemeinde handelt es sich "um einen Einzelfall, der sorgfältig geprüft wurde. Generell sehen wir im Freibad keine auffällige Sicherheitsproblematik".

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