Die Stimmung im Freibad von Laakirchen ist am Tiefpunkt. Nach Beschimpfungen und einem tätlichen Angriff auf Mitarbeiter droht der Gemeinde nun sogar die Schließung der beliebten Freizeitanlage. Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ) kündigt harte Maßnahmen an.
Auslöser war laut einem Bericht der "Krone" ein Vorfall am vergangenen Wochenende. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wasserrettung kümmerte sich um einen verletzten Badegast. Weil sie ihrer Aufsichtspflicht nachkommen musste, sperrte sie den Sprungturm und die Wasserrutsche vorübergehend ab.
Doch einige Burschen ignorierten die Sperre. Wie Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ) gegenüber der "Krone" schildert, warfen die Jugendlichen die Absperrung kurzerhand in eine Hecke und kletterten trotzdem auf den Sprungturm. Als die Mitarbeiterin einschritt und die Jugendlichen des Freibads verwies, wurde sie massiv beschimpft, beleidigt und respektlos behandelt.
Für den Ortschef war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Bereits vor wenigen Wochen war demnach ein Bademeister von einem Vater tätlich angegriffen worden, nachdem dieser seinen Sohn in Schutz genommen hatte. "Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit, es lebt von gegenseitigem Respekt und Anerkennung", betont Feichtinger.
Die Folgen sind bereits spürbar: Die ehrenamtlichen Helfer der Wasserrettung stellen ihren Dienst im Freibad vorerst ein. Ohne ihre Unterstützung wird der Betrieb deutlich schwieriger.
Der Bürgermeister will nun Konsequenzen ziehen. "Wir müssen uns etwas einfallen lassen, denn so kann es nicht weitergehen. Wir werden rigoros durchgreifen und in letzter Konsequenz das Freibad zusperren", sagt Feichtinger zur "Krone". Das wäre zwar bedauerlich, schließlich verhalte sich der Großteil der Badegäste vorbildlich. Das respektlose Verhalten einzelner Besucher wolle die Gemeinde aber nicht länger hinnehmen.