Österreichs Fußball trauert um Alfred Tatar. Der frühere Profi, Trainer und TV-Experte ist tot. Tatar starb mit 62 Jahren an der Nervenkrankheit ALS. Viele kannten ihn als scharfzüngigen Analytiker, als Mann mit klarer Meinung und trockenem Schmäh.
In Lanzenkirchen (Bezirk Wiener Neustadt) war er aber noch viel mehr: ein Freund, ein vertrautes Gesicht, ein Mensch, der die Gemeinde und ihre Natur geliebt hat.
"Alfred, lieber Fredl – du wirst fehlen", schreibt Bürgermeister Bernhard Karnthaler (VP) in einem emotionalen Nachruf. Mit Tatar sei "nicht nur eine große Persönlichkeit des österreichischen Fußballs" gegangen, sondern auch "ein großer Lanzenkirchner".
Der frühere Fußballprofi war unter anderem als Trainer bei der Vienna und Mattersburg tätig. Später wurde er als TV-Experte einem breiten Publikum bekannt. Seine Analysen waren nie glattgebügelt, oft pointiert, manchmal unbequem – aber immer unverwechselbar. Seine Tätigkeit als Sky-Experte beendete er im August 2025 aus gesundheitlichen Gründen.
Karnthaler würdigt Tatar als Menschen "mit Haltung, Herz, Humor und einer klaren Meinung". Fredl habe die Leitha und die Au geliebt, sich in Lanzenkirchen zuhause gefühlt und sei immer authentisch geblieben.
"Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn geschätzt und gern gehabt haben", so Karnthaler.