Der Regen kommt zu spät

Dürre, tote Tiere – Schock-Bilder zeigen Klimakrise

Der Regen kommt – für unzählige Tiere aber zu spät: Bilder aus dem Bezirk Braunau zeigen das dramatische Ausmaß der Trockenheit.
Oberösterreich Heute
06.08.2026, 13:51
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Ausgetrocknete Teiche, tote Fische und ein Boot, das längst nicht mehr schwimmt: Im Bezirk Braunau hinterlässt die anhaltende Trockenheit erschütternde Spuren. Wo sonst Wasser fließt, liegen jetzt Steine, Schlamm und Tierkadaver.

Notabfischung in der Mattig

Besonders dramatisch ist die Lage an der Mattig in Pfaffstätt. Der Fluss ist dort völlig trockengefallen. Unter Brücken zieht sich ein breites, helles Schotterbett durch den Ort. Wasser findet sich nur noch in wenigen Tümpeln.

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Die Folgen sind grausam: Unzählige tote Fische liegen zwischen den Steinen. Ihre silbrig glänzenden Körper bedecken ganze Bereiche des ausgetrockneten Flussbetts. Mitglieder des Fischereivereins Schalchen versuchten mit großen Keschern die letzten lebenden Tiere aus den Tümpeln zu bergen.

Der Fischereiverein Schalchen holte in Pfaffstätt die letzten lebenden Fische aus der Mattig.
Manfred Fesl

Auch der Moserteich in Schalchen ist kaum wiederzuerkennen. Von der einstigen Wasserfläche ist nichts mehr übrig. Der Boden ist von tiefen Rissen durchzogen, zwischen den harten Erdschollen sprießen teilweise sogar schon erste Pflanzen. Die Folgen für die Tierwelt sind unübersehbar: Auf dem ausgedörrten Boden liegen die Überreste eines Krebses und das Skelett eines größeren Fisches.

Baggersee vier Meter unter Normalwert

Selbst am Baggersee in Pfaffstätt ist die Trockenheit unübersehbar. Der Grundwasserspiegel hat dort einen Tiefststand erreicht und liegt rund vier Meter unter dem Normalwert. Zwischen dem türkisfarbenen Wasser und den Uferanlagen erstreckt sich ein breiter Streifen aus hellem Schotter. Treppen und Stege enden deutlich oberhalb der Wasserlinie. Das Wasser hat sich weit vom gewohnten Ufer zurückgezogen.

Am Baggersee in Pfaffstätt zeigt sich das extreme Niedrigwasser.
Manfred Fesl

In der vergangenen Nacht brachten Gewitter endlich ein bisschen Regen, weitere sollen am Donnerstag folgen. Auch am Freitag sind noch einzelne Schauer möglich. Doch die kurze Verschnaufpause wird die dramatische Lage kaum entschärfen: Danach schlägt die Hitze mit über 30 Grad wieder zu. Für unzählige Tiere kommt der Regen ohnehin zu spät, für die letzten Fische und Krebse in den verbliebenen Tümpeln geht der Überlebenskampf weiter.

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