Düstere Prognose: "Discos am Land werden leer bleiben"

Die Nachtgastronomie bangt wieder. 
Die Nachtgastronomie bangt wieder. picturedesk.com
2G-Regel: Ab 22. Juli dürfen nur noch Geimpfte und PCR-Getestete in einen Club. Nun fürchtet die Branche, dass hier der "Schuss nach hinten losgeht". 

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in Österreich wurde zuletzt eine Verschärfung der Maßnahmen beschlossen. Unter anderem wird dadurch der Zutritt zu der Nachtgastronomie neu geregelt. Ab dem 22. Juli wird jener nämlich nur noch geimpften und PCR-getesteten Personen gewährt – Hier gilt nun also eine 2G-Regel. (Mehr dazu hier >>)

"Hätte schlimmer kommen können"

Die Verschärfungen dürften recht unerwartet gekommen sein. Dennoch nimmt die Nachtgastro-Branche in Wien die neuen Voraussetzungen für den Club-Besuch relativ gelassen: "Es hätte schlimmer kommen können." 

Ein solches schlimmeres Szenario wäre etwa, wenn die Clubs wieder zusperren hätten müssen. Außerdem sei es in Wien kein Problem, der PCR-Testpflicht nachzukommen, da es hier ein intensives Testangebot gibt. (Mehr dazu hier >>)

"Discos am Land bleiben leer"

Anders sieht es hingegen im Rest des Landes aus. Ein solches Gratis-PCR-Testangebot wie in Wien gibt es da nicht. Aus diesem Grund hat der Sprecher der Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, für die Nachtgastro am Land eine düstere Prognose: Die Discos würden leer bleiben.

Er kritisiert die 2G-Regel scharf und spricht hier in der "ZIB Nacht" von einem "Fehler" von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Zwar sei hier die Absicht, die jüngere Bevölkerung so zur Impfung zu bewegen – aber die Befürchtung Ratzenbergers ist eine andere: 

 "Ich glaube, der Schuss geht nach hinten los."

Die Partys würden sich ab dem 22. Juli lediglich "wieder ins Private" oder öffentliche Plätze im Freien verlagern, wo das Virus sich unkontrolliert verbreiten könnte, befürchtet er.

Testangebot ausrollen

Die Regierung habe unterdessen am Freitag angekündigt, das kostenlose PCR-Testangebot österreichweit auszurollen. Dies werde allerdings noch dauern – "fünf bis sechs Wochen". Ratzenberger erhofft sich nun aber schnelleres Handeln – und zwar in allen Bundesländern. 

Nach Wien sollen Tirol und Vorarlberg die nächsten Bundesländer werden, die die kostenlosen PCR-Tests schon ab nächster Woche auf die Beine stellen, heißt es. Zudem sollen ab kommendem Montag auch in drei Bezirken Oberösterreichs Gurgel-Tests angeboten werden.

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