In der nordindischen Millionenmetropole Amritsar läuft seit Anfang der Woche eine Großfahndung – gesucht wird ein Mann, der im Verdacht steht, eine junge Mutter getötet zu haben. Laut Berichten handelt es sich um einen Österreicher mit indischen Wurzeln, der die Mutter seines siebenmonatigen Sohnes mit einer scharfkantigen Waffe umgebracht haben soll.
Als Angehörige die Frau in einem Hotel fanden, war es bereits zu spät: Die frisch gebackene Mutter lag blutüberströmt in ihrem Zimmer, jede Hilfe kam zu spät. Von ihrem Ehemann fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur.
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Die Familie war erst kurz zuvor aus Wien in die indische Provinz gereist. Grund dafür war die Bhog-Zeremonie zur Geburt des Sohnes. Am Dienstag wollte man auch beim Lohri-Fest dabei sein – dazu kam es nicht mehr. "Sie übernachteten in einem Hotel in Amritsar, wo meine Tochter ermordet wurde", schilderte ihr Vater lokalen Medien, "wir fordern Gerechtigkeit!"
Familienangehörige berichten, dass die Ehe anfangs ruhig verlaufen sei, später habe es jedoch häufiger Streit gegeben – ausgelöst durch Misstrauen des Mannes. Als mögliches Tatmotiv wird daher Eifersucht genannt.
Wie die "Krone" berichtet, habe das Ehepaar in Wien gelebt und soll seit rund acht Jahren verheiratet sein. Die Hinterbliebenen, allen voran der erst siebenmonatige Sohn, werden von Mitarbeitern der österreichischen Botschaft betreut. Der mutmaßliche Täter ist weiterhin auf der Flucht.
Der stellvertretende Polizeikommissar Lakhwinder Singh Kaler sagte: "Erste Ermittlungen ergaben, dass die Verstorbene und ihr Ehemann häufig in Streit gerieten. Aufgrund von Aussagen der Angehörigen gehen wir von einem Mordfall aus. Wir setzen alles daran, den Täter schnellstmöglich zu fassen."