In drei Minuten am Einsatzort

Ein Panther sorgt am Grazer Flughafen für Sicherheit

Der Graz Airport hat ein neues Spezialfahrzeug in Dienst gestellt. Der 700 PS starke "Panther" kann pro Minute bis zu 8.000 Liter Löschmittel pumpen.
Österreich Heute
12.09.2026, 10:15
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Ein neuer Panther ist am Grazer Flughafen eingezogen. Gefährlich ist dieser allerdings nur für Flammen: Hinter dem Namen steckt ein modernes Flughafenlöschfahrzeug des oberösterreichischen Herstellers Rosenbauer.

Der Panther 6x6 wurde bereits am 26. Mai am Graz Airport übernommen und trägt dort die Bezeichnung FLF 3. Seither wurden die Mitglieder der Betriebsfeuerwehr intensiv auf das neue Fahrzeug vorbereitet. Am Donnerstag (10. September) erfolgte schließlich die offizielle Übergabe in den Einsatzdienst.

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Im Rahmen einer Fahrzeugtaufe wurde der Panther von Edmund Murher von der Pfarre Feldkirchen bei Graz gesegnet. Damit ist das Löschfahrzeug nun offiziell Teil des Fuhrparks der Flughafenfeuerwehr.

700 PS und 12.500 Liter Wasser

Der neue Panther gehört zur jüngsten Generation des Modells. Entwickelt wurde er speziell für Einsätze auf Flughäfen, bei denen im Ernstfall jede Sekunde zählt.

Das Fahrzeug verfügt über eine Motorleistung von 700 PS. Sein Wassertank fasst 12.500 Liter, dazu kommen 1.500 Liter Schaummittel. Die Pumpe kann bis zu 8.000 Liter pro Minute befördern.

Eine Besonderheit ist das sogenannte Pump-and-Roll-System. Es ermöglicht der Besatzung, bereits während der Fahrt mit dem Löschen zu beginnen. An der Vorderseite des Fahrzeugs befindet sich ein Wasserwerfer, ein weiterer ist auf dem Dach montiert. Dieser erreicht laut Flughafen eine Wurfweite von bis zu 100 Metern.

"Die Feuerwehr und ihre Ausrüstung hat auf Flughäfen eine essenzielle Funktion", erklären die beiden Flughafen-Geschäftsführer Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig. "Mit dem neuen Panther bekräftigen wir einmal mehr unser Engagement für höchste Sicherheitsstandards und unseren Anspruch, als moderner und zukunftsorientierter Flughafen stets auf dem neuesten Stand zu sein."

In drei Minuten am Einsatzort

Die Anforderungen an eine Flughafenfeuerwehr sind besonders streng. Bei einem Alarm müssen die Einsatzkräfte innerhalb von höchstens drei Minuten jeden Punkt am Ende des Pistensystems erreichen können. Diese Bereiche liegen mehr als zwei Kilometer vom Feuerwehrgebäude entfernt.

In diesen 180 Sekunden müssen die Feuerwehrleute den Alarm wahrnehmen, zu ihrer Schutzausrüstung gelangen, diese anziehen, die Fahrzeuge starten und bis zum Einsatzort fahren. Im Vergleich dazu dauert selbst das Kochen eines weichen Eis länger.

"Eine gute Flughafenfeuerwehr braucht auch eine gute Ausstattung. Das umfasst nicht nur die Feuerwehrfahrzeuge, sondern unter anderem auch Brandmeldeanlagen zur Früherkennung in Gebäuden, aber auch eine komplexe Schutzausrüstung. Unsere Feuerwehrmänner setzen bei einem Einsatz unter Umständen ihre Gesundheit aufs Spiel. Da ist es logisch, dass sie die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen", so Grimus und Löschnig.

Mit dem neuen FLF 3 verfügt die Flughafenfeuerwehr nun über ein weiteres Spezialfahrzeug für den Ernstfall. Der Panther soll vor allem dort seine Stärke zeigen, wo gewöhnliche Löschfahrzeuge an ihre Grenzen stoßen. Im Idealfall wird er jedoch möglichst selten für einen echten Notfall gebraucht.

red,12.09.2026, 10:15