Spektakuläre Ermittlungen im Bezirk Gänserndorf: Ein 34-jähriger Slowake soll für eine ganze Serie an Einbrüchen und Diebstählen verantwortlich sein. Ende August klickten für den Mann schließlich die Handschellen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Einbruch in den Bauhof Marchegg am 14. Juni gegen 2 Uhr. Dabei wurden ein Klein-Lkw, zwei Smartphones, Bargeld und zwei Motorsägen gestohlen. Der Klein-Lkw tauchte kurze Zeit später wieder auf – völlig ausgebrannt in der Slowakei.
Nach umfangreichen Ermittlungen und der Sicherung von Spuren geriet der 34-Jährige ins Visier der Polizei. Am 28. August entdeckten Polizisten den Mann schließlich während einer Streife in Lassee (Gänserndorf). Er war mit einem E-Scooter unterwegs und wurde angehalten.
Dabei stellte sich heraus: Auch der E-Scooter dürfte gestohlen worden sein. Er war laut Polizei zuvor in Wien entwendet worden. Der 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen.
Die weiteren Ermittlungen brachten eine lange Liste an Vorwürfen ans Licht. Dem Mann werden im Bezirk Gänserndorf insgesamt 14 Einbruchsdiebstähle zugerechnet, darunter auch zwei Einbrüche in Wohnräume. Dazu kommen weitere Diebstähle sowie Delikte rund um Dokumente und Zahlungsmittel. Der bisher bekannte Schaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.
Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte laut Polizei größtenteils geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde er in die dortige Justizanstalt eingeliefert.
Doch damit nicht genug: Der 34-Jährige soll auch mit einem in der Slowakei gestohlenen Pkw unterwegs gewesen sein. Am 20. August – also acht Tage vor seiner Festnahme – versuchten Polizisten in Hainburg an der Donau, den Wagen anzuhalten.
Der Lenker raste ihnen sofort davon. Wenig später meldete ein Passant ein verunfalltes Auto im Bereich der Eisenbahnbrücke Marchegg. Der schwer beschädigte Pkw lag unterhalb einer Böschung. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur.
Laut Polizei soll der 34-Jährige nach dem Unfall eine außergewöhnliche Flucht gewählt haben: Er sprang in die March und schwamm über den Grenzfluss zurück in die Slowakei. Eine Fahndung nach dem Fahrzeuglenker verlief damals negativ. Mittlerweile wurde er dingfest gemacht.