Größtes Fest der Christen

"Eine Challenge" – Pater Karl erklärt in "Heute" Ostern

Nach Jesu Tod am Kreuz feiern Christen am Ostersonntag die Auferstehung ihres Herrn. In "Heute" spricht Pater Karl Wallner über das Fest aller Feste.
Clemens Oistric
03.04.2026, 05:05
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"Ostern ist ein sperriges Fest", räumt Pater Karl Wallner ein. Der Nationaldirektor von Missio – den Päpstlichen Missionswerken in Österreich – und Zisterzienser-Mönch hat den Esel, mit dem Jesus in Jerusalem eingeritten ist, als Stoff-Variante symbolisch mit zum "Heute"-Interview gebracht. Der Talk (in voller Länge als Video oben) über:

Bedeutung von Ostern

"Das Fest zu verstehen, ist eine Challenge", sagt Pater Karl (12.300 Instagram-Follower). Für Christen ist es ein wichtigeres Fest als Weihnachten.

Warum eigentlich? "Wir feiern Tod und Auferstehung Jesu Christi und die Eröffnung des ewigen Lebens für alle Menschen. Gott möchte nämlich etwas für uns tun; uns allen zeigen, dass er uns liebt – nicht nur in diesem Leben, sondern über den Tod hinaus, bis in alle Ewigkeit. Ostern ist daher das Ziel von Weihnachten, wo Christus geboren ist."

Das Dogma aller Dogmen

"Wir dürfen der absoluten Liebe Gottes begegnen – und dieses Angebot gilt allen Menschen."

„Das Kreuz ist das positivste Symbol, das es für uns Menschen überhaupt gibt.“
Pater Karl WallnerNationaldirektor Missio Österreich
Pater Karl im "Heute"-Interview mit Clemens Oistric
Helmut Graf

Das Kreuz an dem Jesus am Karfreitag gestorben ist, sei "das positivste Symbol, das es für uns Menschen überhaupt gibt". Ihm selbst spendet es Trost; selbst über den Glaubens-Kontext hinaus hält es der Geistliche "für ein Zeichen der Humanität, das sich im Westen entwickelt hat und unsere Gesellschaft prägt".

Osterlamm

"DAS Symbol für Ostern – Christus ist das Lamm Gottes, der die Sünde der Welt hinweggenommen hat. Ostern geschieht zum jüdischen Pessach, wo in Jerusalem das große Lämmerschlachten stattfindet – eine Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten." Das Christentum sieht Pater Karl als "Profit von der Liebe Gottes".

Pater Karl Wallner

Pater Karl Wallner ist seit 2016 Nationaldirektor von Missio, den Päpstlichen Missionswerken in Österreich. Bekanntheit erlangte der Popmönch des Zisterzienser-Stifts Heiligenkreuz mit der erfolgreichen Choral-CD "Chant – Music for Paradise", die sich weltweit eine Million Mal verkaufte. Seit seiner Amtsübernahme haben sich die Spendeneinnahmen von Missio in Österreich mehr als verdoppelt. Er unterstützt damit die große Weltkirche – von den Philippinen bis nach Ecuador. Zusammen mit den Unterstützerinnen und Unterstützern von Missio Österreich will Pater Karl Wallner "der Kirche helfen, damit die Kirche helfen kann". Infos und Spendenmöglichkeit unter missio.at.

Messbesuch

"Bitte geht in die Kirche! Aber habt auch die Zuversicht, dass Gott euch so oder so immer liebt."

Kirche in Österreich

Rund 4,5 Millionen Katholiken gibt es in Österreich noch – Tendenz sinkend. Liefert die Kirche nicht mehr genügend Antworten auf die Fragen der Zeit? Pater Karl: "Wir sind schon sehr schwach geworden. Oft hat man das Gefühl, wir sind ein woker Diskutierverein geworden, das muss ich schon sagen." Nachsatz: "Wenn man in die Pfarren geht, findet man sehr viel Glauben und sehr viel Kraft. Was uns in den letzten Jahren nicht gelungen ist, ist den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Das ändert sich aber gerade. Die Gen Z ist doppelt so gläubig wie ihre Eltern. Ich glaube, dass da eine Renaissance kommt."

Erfolgsgeheimnis Online-Präsenz

"Der Weg läuft über die Social Media, wo wir Christfluencer haben – etwas völlig Neues in der Kirche. Früher musste der Priester hinauslaufen, damit er die Leute erreicht. Jetzt bist du in deinem Kloster und kannst von dort weg die Leute erreichen. Das ist Wahnsinn. Ich nütze die Medien, um meinen Glauben nach außen zu bezeugen. Das ist eine Innovation, die es in 2000 Jahren Kirchengeschichte nicht gegeben hat."

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