Kein Cyberangriff, keine Attacke von Hackern: Hinter den massiven Problemen bei mehreren heimischen Banken am Dienstag steckte ein technisches Problem in einem Rechenzentrum in Tirol.
Das geht aus einem aktuellen Statement zu dem Vorfall hervor. "Ursache der gestrigen vorübergehenden Ausfälle war ein technisches Problem im Zuge von Wartungsarbeiten in einem Rechenzentrum", heißt es darin. Offenbar gab es ein Stromproblem bei einem der Großrechner vor Ort in Tirol.
Heute Mittwoch stehen alle Dienste der Banken wieder "flächendeckend zur Verfügung", heißt es.
Brisant bleibt aber, welche Auswirkungen dieses eine Problem hatte. Denn im Hintergrund hängen offenbar zahlreiche heimische Geldinstitute an einer gemeinsamen technischen Infrastruktur. Kommt es dort zu einer Störung, können die Folgen deshalb gleich bei mehreren Banken gleichzeitig spürbar werden.
Genau das passierte am Dienstag. Kunden mehrerer Institute konnten ab Mittag nicht auf ihr Online-Banking zugreifen. Apps waren nicht erreichbar, es gab auch Probleme bei Kartenbehebungen und Kartenzahlungen.
Betroffen waren unter anderem die Hypo Niederösterreich, bank99, die Bank Burgenland sowie Institute aus dem Volksbanken-Verbund. Für viele Kunden sah die Situation zunächst rätselhaft aus.
"Ich habe es am Handy und am Computer probiert", schilderte Hypo-Kundin Silvia S. gegenüber "Heute". Statt Zugriff auf ihr Konto zu bekommen, erschien lediglich eine Fehlermeldung. "Das ist sehr mysteriös", sagte sie.
Mittlerweile funktionieren die Systeme wieder. Es wird ausdrücklich betont, dass kein Cyberangriff hinter den Ausfällen steckte. Auch die Sicherheit der Kundendaten sei nicht betroffen gewesen: "Daten waren zu keiner Zeit beeinträchtigt."