Man muss kein Zoologe sein, um bei dem Bild- und Videomaterial auf Ausbeutung einer aussterbenden Spezies zu schließen. Der mit künstlichen Felsen und Eiszapfen ausgestattete Raum wirkt beengt und völlig unnatürlich. Im Nordosten Chinas, der Stadt "Harbin" hat man wohl eine Lücke im Tierschutzgesetz entdeckt und bietet Hotelbesuchern ein besonderes Highlight. Von jedem Zimmer hat man freie Sicht auf ein Eisbärengehege und kann – fast schon voyeuristisch - den ganzen Tag und die ganze Nacht, die eingesperrten Eisbären "bewundern".
Viele Tierschutzorganisationen steigen nun auf die Barrikaden und rufen die Bevölkerung sowie Touristen zum Boykott des "ersten Eisbären-Hotels" auf. Der Vizepräsident von PETA-Asia, Jason Baker gab folgende Stellungnahme dazu ab: "Eisbären gehören in die Antarktis, sicher, jedoch nicht hinter Glaskästen in ein Hotel!"
Das "Polar Bear Hotel" sieht sich im Recht und wirbt mit dem Slogan: "Hier sind Eisbären 24 Stunden pro Tag eure Nachbarn". Widerlich!