Eigentlich wollten tausende Wiener am 1. Mai nur eines: ein Eis genießen. Doch vor dem berühmten Eissalon Tichy am Reumannplatz in Wien-Favoriten kam es zu Szenen, die so gar nicht zum Feiertag passten.
Wie jedes Jahr lockten Klassiker wie die legendären Eismarillenknödel die Massen an. Die Folge war an dem sonnigen Tag eine riesige Warteschlange quer über den Platz. Leserreporter berichten von Wartezeiten von rund 50 Minuten. Doch die Geduld mancher Besucher war offenbar schnell am Ende.
Laut Zeugen wollte sich eine Gruppe an der langen Schlange einfach vordrängeln – das ließen die anderen nicht auf sich sitzen. Innerhalb weniger Sekunden eskalierte die Situation: Zuerst fielen wüste Beschimpfungen, dann gingen die Männer aufeinander los. "Plötzlich haben sie sich angeschrien – und dann sind auch schon die Fäuste geflogen", berichtet ein schockierter Augenzeuge. Auch Kinder standen in der Schlange und mussten die Szenen mitansehen.
Mehrere couragierte Passanten griffen ein und versuchten, die Streithähne auseinanderzuhalten, um Schlimmeres zu verhindern. Dennoch war die Lage so angespannt, dass schließlich Polizei und Rettung alarmiert werden mussten. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Die Berufsrettung versorgte einen 45-jährigen Mann mit Prellungen am Knie. Er wurde laut Rettungssprecherin Corina Had zur Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.