Die Eisschnelllauf-Bewerbe begannen aus rot-weiß-roter Sicht ernüchternd. Die gesundheitlich angeschlagene Vanessa Herzog belegte über 1.000 Meter nur Platz 24, Kollegin Jeannine Rosner wurde 30.
"Man erhofft sich, dass ein Wunder geschieht, aber die Leistung war zu erwarten. Es ist für mich weder gut noch schlecht. Die Runde war zu langsam. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, den 500er zu fahren. Das entscheide ich in den nächsten Tagen. Vielleicht kann ich den inneren Schweinehund überwinden", analysierte Herzog, die am Rücken lädiert ist.
Gold eroberte Topstar Jutta Leerdam. Die Holländerin siegte in olympischem Rekord von 1:12,31 Minuten, gleich nach dem Zieleinlauf kullerten Freudentränen.
Leerdam hatte im Vorfeld des Rennens für Aufsehen gesorgt. Die Verlobte des US-amerikanischen Box-Influencers Jake Paul war im Privatjet gereist. In der Heimat hatte es nach dem extravaganten Trip Kritik gehagelt, die 27-Jährige weigerte sich daraufhin, mit der niederländischen Presse zu sprechen.
Am Montag gab das Glamour Girl mit den fünf Millionen Followern auf Instagram im Milano Speed Skating Stadium die sportliche Antwort.