Ein Streit bei den Vereinten Nationen hat jetzt diplomatische Konsequenzen. Die USA werfen einen Vertreter Kubas aus dem Land. Er soll während einer UNO-Sitzung einen amerikanischen Diplomaten "geschubst" und versucht haben, ihn anzugreifen.
US-Botschafter Mike Waltz erklärte, Außenminister Marco Rubio habe die Ausweisung angeordnet. Eine kubanische Diplomatin bestätigte den Schritt.
Zu dem Zwischenfall kam es bei einer Debatte über das seit Jahrzehnten bestehende US-Embargo gegen Kuba. Während Waltz seine Rede hielt, protestierten kubanische Delegierte lautstark und fielen ihm ins Wort.
Videoaufnahmen zeigen, wie der betroffene Diplomat offenbar jemanden daran hindern wollte, ihn zu filmen. Kuba stellt den Vorfall anders dar: In einem Brief an UNO-Generalsekretär Antonio Guterres warf Havanna einem US-Vertreter vor, den Diplomaten bedrängt zu haben.
Seit 1992 fordert die UNO-Generalversammlung jährlich ein Ende des amerikanischen Embargos. Auch diesmal stimmte eine Mehrheit dafür, obwohl Washington zuvor intensiv gegen die Resolution geworben hatte.
Die Zustimmung fiel allerdings so niedrig aus wie seit 1995 nicht mehr. Verbindlich ist die Entscheidung nicht, sie hat lediglich symbolischen Charakter.