In der Nacht auf Dienstag forderte ein Angriff mit einem BMW mindestens fünf Verletzte. Zu dem Vorfall kam es gegen 23.30 Uhr in Neustadt am Rübenberge (Region Hannover). Das Auto raste in eine Personengruppe neben der Straße, wodurch Menschen durch die Luft geschleudert wurden.
Die Polizei konnte rasch eingreifen, da Beamte nahe dem Tatort Verkehrskontrollen durchführten. Um den Wagen zu stoppen, eröffnete die Polizei das Feuer. Der Lenker konnte zunächst flüchten.
Am Mittwoch hieß es seitens der Polizei, dass man den mutmaßlichen Fahrer festgenommen habe. Er sei bereits um die Mittagszeit nach der Tat gefasst worden. Wie die "Bild" berichtet, räumten die Beamten gleichzeitig einen Fehler ein.
Demnach habe man in einer ersten Mitteilung von drei Festgenommenen gesprochen. Diese Personen seien jedoch lediglich kontrolliert worden und hätten mit der späteren Festnahme nichts zu tun gehabt.
Unklar bleiben der Hintergrund des Angriffs und der Umstand, ob weitere Personen an der Tat beteiligt waren. Wie die "Bild" zunächst berichtete, könnte ein Streit zwischen zwei verfeindeten Großfamilien das Motiv gewesen sein.
Der Verdächtige habe sich jedenfalls widerstandslos festnehmen lassen. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim beantragte, dass der Mann noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt wird. Ihm wird versuchter Totschlag in fünf Fällen zur Last gelegt. Weitere Ermittlungen laufen.
Seitens der Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten hieß es, dass man die Ängste der Stadtbevölkerung nach einem solchen Vorfall verstehen könnte. Gleichzeitig wurde betont, dass sich die Tat wohl "gezielt gegen bestimmte Personen" gerichtet habe. Unbeteiligte seien nicht Ziel gewesen.
Dennoch zeige man nun verstärkt Präsenz und sei "für die Bevölkerung jederzeit ansprechbar". Die Polizeipräsidentin gab zu bedenken, dass das Gewaltmonopol ausschließlich beim Staat liege. Man werde es nicht dulden, wenn Konflikte am Rechtsstaat vorbei in der Öffentlichkeit ausgetragen werden.