Harte Abrechnung mit Mutter

"Kein Ziel ist wert, was Sie Kindern angetan haben"

Eine Mutter hat ihre beiden Söhne (8, 14) alleine auf einem nebligen Berg zurückgelassen, um die Gipfel zu stürmen. Ihr Verhalten danach entsetzt.
28.10.2026, 17:46
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Zwei verängstigte Buben, dichter Nebel und weit und breit keine Mutter: Ein Vorfall in den polnischen Bieszczady-Bergen sorgt für Aufregung. Eine Frau hatte ihre beiden Söhne (8 und 14) auf einem Wanderweg zurückgelassen, um allein weiter in Richtung Gipfel zu steigen. Als andere Wanderer sie später zur Rede stellten, reagierte sie mit einer ungewöhnlichen Rechtfertigung.

Sie sei "nur kurz" weg gewesen, erklärte die Frau laut dem Bericht der Wandergruppe. Außerdem hätten ihre Kinder sie daran gehindert, ihr geplantes Wanderziel zu erreichen.

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Mutter: "Nur kurz" weg gewesen

Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 17. Oktober, am Berg Bukowe Berdo im Südosten Polens. Eine Wandergruppe des polnischen Touristenvereins PTTK aus Rzeszów war nahe der Kreuzung zweier Wanderwege in Richtung Muczne unterwegs, als sie auf die alleinstehenden Kinder aufmerksam wurde.

Der Achtjährige weinte bitterlich, sein 14-jähriger Bruder wirkte orientierungslos. Ihre Mutter war nicht bei ihnen. Nach Angaben der Buben hatte die Frau den Aufstieg allein fortgesetzt. Weil sie gejammert hätten und nicht weitergehen wollten, sollten sie 15 Minuten auf sie warten. Die Kinder erklärten den Wanderern allerdings, dass ihre Mutter bereits wesentlich länger fort sei.

Kinder hätten Gipfelziel verhindert

Besonders aufgebracht waren die Helfer über die Reaktion der Frau, als diese schließlich zurückkehrte. Ein Teilnehmer der Wandergruppe schilderte den Vorfall später in einem Facebook-Beitrag des Vereins. Er habe die Mutter gefragt, wie sie ihre minderjährigen Kinder bei solchen Wetterbedingungen allein in den Bergen zurücklassen könne.

Die Frau habe daraufhin erklärt, sie sei "nur kurz" weg gewesen und habe weiter hinaufsteigen wollen. Die Kinder hätten jedoch darauf gedrängt, die Erreichung ihres geplanten Ziels zu stoppen, gab der Wanderer ihre Rechtfertigung sinngemäß wieder. Statt die Entscheidung zu bedauern, habe die Mutter damit vor allem auf ihren nicht erreichten Gipfel verwiesen.

"Null Einsicht, null Schuldgefühl"

Auch das weitere Gespräch schildert der Wanderer kritisch. "Null Einsicht, null Schuldgefühl", fasste er seinen Eindruck von der Reaktion der Mutter zusammen. Er habe ihr erklärt, dass das Zurücklassen minderjähriger Kinder unter diesen Umständen strafrechtliche Folgen haben könnte.

Erst daraufhin habe sie ein "Entschuldigung" ausgesprochen, das auf ihn erzwungen gewirkt habe. Der Mann stellte allerdings klar, dass sie sich nicht bei ihm entschuldigen müsse, sondern bei ihren Kindern. Darauf habe die Frau nicht mehr reagiert.

Achtjähriger wollte im Nebel absteigen

Wie gefährlich die Situation hätte werden können, zeigt eine weitere Beobachtung der Wandergruppe. Während die Erwachsenen versuchten, die beiden Brüder zu beruhigen, wollte sich der jüngere Bub offenbar selbst auf den Rückweg machen. Dabei verließ er stellenweise den Wanderweg und geriet in Richtung des nebelverhangenen Geländes.

In den Bergen herrschten feuchte Bedingungen und schlechte Sicht. Wären die Kinder weitergegangen, hätten sie sich nach Einschätzung der Wanderer leicht verirren können. Der angestrebte Gipfel lag laut PTTK außerdem rund eine Gehstunde von der Stelle entfernt, an der die Brüder gefunden wurden. Etwa 15 Minuten nach dem Zusammentreffen der Wandergruppe mit den Kindern erschien die Mutter wieder. Der Achtjährige ergriff sofort ihre Hand und hörte auf zu weinen.

Wanderer richtet deutliche Worte an Mutter

Der Bericht des Touristenvereins endet mit einem eindringlichen Appell an die Frau. "Kein Ziel, kein Gipfel ist das wert, was Sie Ihren Kindern heute angetan haben", lautet der abschließende Appell. Die Schilderung wurde anschließend in polnischen Wandergruppen verbreitet und von mehreren Medien aufgegriffen.

Ob die Behörden Ermittlungen gegen die Mutter aufgenommen haben, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

red, 28.10.2026, 17:46
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