Rund 4.000 Besucher, ein volles Bierzelt und mittendrin Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS): Beim Altausseer Kirtag wurde es am Samstag während einer Ansprache der NEOS-Chefin plötzlich laut.
Das bekannte Bierzelt war bereits zu Mittag voll. Auch Meinl-Reisinger mischte sich unter die Besucher und griff im Laufe des Festes zum Mikrofon.
Zunächst fand die Außenministerin lobende Worte für die Veranstaltung: "Wo es wirklich schön ist. Wo man gerne herkommt. Wo man sich wohlfühlt. Wo man viele nette Menschen trifft. Wo man sich einfach auch mal entspannen kann. Jawohl. Es ist einfach schön da."
Doch kurz darauf waren aus Teilen des Publikums Buhrufe und Pfiffe zu hören. Meinl-Reisinger unterbrach ihre Ansprache deshalb aber nicht. Stattdessen reagierte sie unmittelbar auf die Zwischenrufe.
"Und jetzt hörts mal auf. Wir sind alle gemeinsam in Österreich. Wir freuen uns heute hier zu sein. Wir genießen gemeinsam den Abend. Auf einen schönen Abend im Altausseer Bierzelt", stellte die Außenministerin klar.
Später griff FPÖ-Abgeordneter Markus Leinfellner die Szene auf. Er veröffentlichte auf Instagram ein Video der Ansprache und nutzte die Reaktionen aus dem Publikum für Kritik an der Bundesregierung.
"Meinl-Reisinger wurde beim Altausseer Kirtog ausgebuht! Die Österreicher haben die Nase voll von dieser Verlierer-Ampel und das zeigen sie auch ganz deutlich! Wann sehen sie es endlich ein und machen den Weg frei für Neuwahlen?"
Wie viele der rund 4.000 Besucher tatsächlich an den Buhrufen und Pfiffen beteiligt waren, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Nach den Zwischenrufen soll sich die Aufregung rasch wieder gelegt haben. Augenzeugen zufolge war die Stimmung im Bierzelt danach wieder ausgelassen und fröhlich.
Mittlerweile gibt es auch ein zweites Video aus dem Bierzelt – es zeigt einen rund 40 Sekunden langen Ausschnitt, der nach den Buh-Rufen und Pfiffen aufgenommen wurde. Darauf ist zu sehen, wie Meinl-Reisinger samt Taktstock die Kapelle dirigiert – inklusiver bester Laune.