Sommertalk mit Simone Stribl

Quotenkaiser – Bis zu 860.000 sahen Kickl im ORF

Es war der erwartete Quotensieg: FPÖ-Chef Herbert Kickl distanzierte im ORF-Sommergespräch die politische Konkurrenz ganz deutlich.
Heute Politik
08.09.2026, 10:10
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Alle fünf ORF-Sommergespräche mit den Chefinnen und Chefs der im Parlament vertretenen Parteien sind geschlagen. Zumindest wenn es nach den Zuseherquoten geht, gibt es einen klaren Sieger: FPÖ-Chef Herbert Kickl.

Kickl bereits im Vorjahr Nummer eins

Er hatte schon im Vorjahr mit seinem Sommertalk den besten Wert. Damals waren im Schnitt 706.000 Zuseher dabei, der Spitzenwert lag sogar bei 747.000. Die Themenlage der vergangenen Wochen hat dazu geführt, dass Kickl diese Werte am Montagabend noch toppen konnte.

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"Remigration", die Verbindungen der FPÖ zu den rechtsextremen Identitären, der klare Sieg der AfD bei den Landtagswahlen im deutschen Sachsen-Anhalt: Aufgrund all dieser Themen hatten die Leute wohl einen hitzigen Schlagabtausch zwischen Kickl und Moderatorin Simone Stribl erwartet. Sie wurden nicht enttäuscht. Die beiden gerieten mehrmals aneinander.

780.000 Zuseher im Schnitt

Dem Zuseherinteresse tat das keinen Abbruch. Der Durchschnittswert lag bei 786.000 (Marktanteil: 34 Prozent), der Spitzenwert sogar bei 860.000. Zum Vergleich: 2025 hatte Kickl 706.000 bzw. 747.000 erreicht.

Polit-Konkurrenz abgeschlagen

Die politische Konkurrenz sah gegen diese Werte alt aus. Grünen-Chefin Leonore Gewessler kam auf 482.000 Zuseher (Spitze: 515.000), bei Neos-Obfrau Beate Meinl-Reisinger waren 501.000 (546.000) dabei. Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler verfolgten im Schnitt 517.000 Österreicher (Spitze: 586.000). Den höchsten Durchschnittswert bis auf Kickl erreichte Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Christian Stocker mit 531.000 (Spitze: 558.000).

Kickl-Attacke gegen "mediales Framing" durch ORF

Am Dienstagvormittag wandte sich der FPÖ-Chef dann via Facebook an seine Anhänger: "Wir lassen uns weder durch politische Ausgrenzung noch durch mediales Framing von unserem Weg abbringen", ritt er eine Attacke auf den ORF und die Interviewführung. "Wir stehen für eine restriktive Asyl- und Zuwanderungspolitik, für sichere Pensionen und für ein starkes Bundesheer", so Kickl weiter.

"Rote Linien" für die Identitären

"Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die Wachstum schafft, anstatt unsere Industrie aus dem Land zu treiben. Wir stärken Familien, weil sie die Grundlage für die Zukunft Österreichs sind. Wir setzen bei der Klimapolitik auf Vernunft und Gelassenheit statt auf Alarmismus. Wir verteidigen Grund- und Freiheitsrechte und ziehen gleichzeitig klare rote Linien gegenüber Gewalt und autoritärem Denken", meinte er Richtung Identitäre.

„Wir lassen uns nicht vorschreiben, welche notwendigen politischen Debatten geführt werden dürfen.“
Herbert KicklFPÖ-Chef nach dem ORF-Sommergespräch

Kickl endete mit einer Kampfansage: ""Wir lassen uns auch nicht vorschreiben, welche notwendigen politischen Debatten geführt werden dürfen. Viele unserer Forderungen wurden jahrelang bekämpft und später von anderen übernommen. Deshalb bleiben wir konsequent. Unser Maßstab sind die Interessen Österreichs und seiner Bevölkerung."

{title && {title} } pol, {title && {title} } 08.09.2026, 10:10