Für die beiden Brüder, 13 und 16 Jahre alt, wurde die Wanderung zur Bonnerhütte zu einem echten Albtraum. In der Nacht auf Samstag standen sie völlig alleine und ohne ihre Eltern vor verschlossener Tür. Die Lage wurde so ernst, dass die Bergrettung anrücken musste und die beiden ins Spital brachte.
Wie 20min.ch berichtet, waren die Eltern ursprünglich mit den Kindern von Toblach aus gestartet. Aus bisher nicht geklärten Gründen gingen sie aber zurück ins Tal. Offenbar dachten sie, ihre Söhne seien erfahren genug, um allein in der Hütte zu übernachten.
Was die Eltern aber anscheinend nicht überprüft hatten: Die Bonnerhütte, ein Schutzhaus aus dem Jahr 1897, war schon seit 11. Oktober zu – also rund eine Woche vor dem Vorfall. Die Bewirtschaftung für die Sommersaison war beendet.
Die beiden Burschen beschlossen, die Nacht trotz Kälte im Freien zu verbringen, wie laut 20 Minuten auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Als einer der Brüder starke Beschwerden bekam und sich übergeben musste, verständigten sie um 1 Uhr nachts ihre Eltern. Diese riefen schließlich die Rettung.
Die Buben wurden stark unterkühlt von den Einsatzkräften gefunden und ins Spital nach Innichen gebracht. Mittlerweile konnten sie das Krankenhaus wieder verlassen.
Die beiden hatten zwar Bergschuhe an, aber offenbar keine passende Kleidung für die Nacht am Berg. Ein Sprecher der Bergrettung sprach von "großem Leichtsinn". Er betonte: "Glücklicherweise kommt so etwas nur selten vor."